Mieten stagnieren in vielen Bezirken in Wien seit zwei Jahren

Mieten stagnieren in vielen Bezirken in Wien seit zwei Jahren

Der Wiener Bezirk Brigittenau: Bei Mietern beliebter den je, die Mietpreise steigen dort, ähnlich stark wie in Donaustadt.

Die Preise für Mietwohnungen in Wien stagnieren. Trend.at hat sich die Preisentwicklung gegenüber 2017 angesehen und elf Bezirke entdeckt, in denen die Preise nach wie vor gleich hoch wie damals sind. Anstiege gab es aber nicht oder kaum in den typischen Trendbezirken. Was Experten für eine künftige Preisentwicklung prognostizieren.

Der Markt für Wohnimmobilien in Wien ist in Bewegung. Wurden in den vergangenen Jahren vor allem Eigentumswohnungen errichtet, hat sich zuletzt der Markt zugunsten von neu gebauten Mietwohnungen verschoben. "Das hat zu einer differenzierten Preisentwicklung geführt", so EHL im aktuellen Marktreport für das dritte Quartal 2019. Das bedeutet: In vielen Bezirken stagnieren die Mietpreise und das seit zwei Jahren. Das belegt ein Vergleich der Preise gegenüber dem zweiten Quartal 2017.

12 Euro pro Quadratmeter innerhalb des Gürtels und in Nobelgegenden häufig. Die Durchschnittspreise aus Erst- und Zweitbezug liegen in Wien im Schnitt bis auf Simmering über zehn Euro pro Quadratmeter. Am teuersten ist, abgesehen vom 1. Bezirk, im vierten, achten, neunten und 19. Bezirk zur Miete zu wohnen. Dort zahlt man überall über 12 Euro Miete pro Quadratmeter. Viel billiger ist aber im 6. 7. 13. und 18. Bezirk nicht.

In diesen elf Bezirken stagnieren die Mieten seit zwei Jahren
Seit zwei Jahren stagnieren die Preise vor allem in den beliebten Bezirken, die bis 2017 hohe Zuwächse bei Mieten verzeichneten. Von stagnierenden Preisen sind vor allem die Bezirke innerhalb des Gürtels betroffen sowie die hochpreisigen Bezirke am Stadtrand. So stagnierten die Mieten im 4. Bezirk, ebenso im 5., 6., 7., 8. und im 9. Bezirk. Gleichgeblieben sind die Mietpreise in den vergangenen zwei Jahren auch im 13. ,17. 18., 19. und 23. Bezirk.

Simmering, Meidling, Rudolfsheim oder Favoriten: Da ziehen die Preise leicht an
Gestiegen sind die Mieten dagegen in bislang vergleichsweise günstigen Lagen. Im 10. Bezirk sind die Preise in knapp zwei Jahren um 30 Cent gestiegen. Im 11. Bezirk zahlt man nun um 20 Cent mehr. Im 12. Bezirk ist der Anstieg mit 30 Cent seit Frühjahr 2017 ebenfalls moderat und unter der jährlichen Inflationsrate. Im 14. Bezirk betrug der Anstieg moderate 20 Cent, genauso hoch war der Anstieg im 15. Bezirk. Angezogen hat auch der zweite Bezirk. Dort betrug der Anstieg 30 Cent seit dem 2. Quartal 2017 von 10,9 auf 11,2 Euro pro Quadratmeter gestiegen, im dritten Bezirk betrug der Anstieg 20 Cent und liegt derzeit bei 11,30 Euro.

Höchsten Preisanstiege in Brigittenau und Donaustadt
Um 30 Cent stiegen die Preise in Brigittenau, um 20 Cent in Floridsdorf, um 40 Cent in Donaustadt. Den höchsten Preisanstieg seither verzeichnet damit der 22. Bezirk. Das entspricht seither einem Zuwachs von knapp vier Prozent. Das ist damit mehr als die jährliche Inflationsrate. Siehe zum Preisvergleich Trend-Artikel Wiener Immomarkt: Hohe Preissprünge beim Kaufen und Mieten sind Vergangenheit aus dem Jahr 2017.

Nur leichte Preisanstiege prognostiziert
Die Mieten werden laut Prognosen von EHL in den kommenden Jahren in etwa so hoch wie die Inflationsrate steigen. Das wurde jedoch auch bereits 2017 prognostiziert. Ein Verharren der Mietpreise auf aktuellem Niveau ist jedoch angesichts der regen Neubautätigkeit am Wiener Wohnungsmarkt ebenso möglich. Vor allem dürften jene Bezirke, die hoch vergleichsweise moderate Preise aufweisen, weiter anziehen.

Was die Nachfrage hoch halten dürfte
Für steigende Preise, bei nicht steigendem Angebot, spricht das anhaltende Bevölkerungswachstum in Wien. Dieser Faktor sorgt laut EHL für eine stabile Basisnachfrage nach zusätzlichem Wohnraum. Auf der anderen Seite dürften laut Experten die Größen der Wohnungen weiter leicht sinken. Zusätzlich wird in den kommenden Jahren auch verstärkt der Wechsel der während der Flüchtlingswelle 2015 zugewanderten Personen in den „normalen“ Wohnungsmarkt spürbar werden. Wie stark dieser Effekt auf die Mietpreise ist, bleibt jedoch abzuwarten.

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