Haselsteiners private "Spielzeuge“

Der Tiroler hat auch Krankenhäuser, Hotels und Kliniken - und jede Menge Ärger mit den ÖBB.

Sonderlich enttäuscht wirkt Hans Peter Haselsteiner nicht. Dabei hatten er und sein Partner Stefan Wehinger mit vier Millionen Euro Umsatz pro Monat gerechnet, und jetzt sind es "nur“ 2,5 Millionen. "Ich bin dennoch zufrieden, ich hatte von Beginn an keine zu hohen Erwartungen“, meint der Strabag-Boss. Seit Dezember 2011 machen Ex-ÖBB-Vorstand Wehinger und Haselsteiner den ÖBB mit ihrer Westbahn auf der Strecke Wien-Salzburg Konkurrenz. Auseinandersetzungen vor Gericht sind die Regel. So hat die Westbahn etwa gegen die Preispolitik der ÖBB vor der Bundeswettbewerbsbehörde bereits Klage eingebracht. Haselsteiner beschreibt die Westbahn als Sprinter, die ÖBB seien hingegen durch klobige Bergschuhe gehandicapt. In den Zahlen zeigt sich der Vorteil allerdings noch nicht.

Banker und Wohltäter. Über die Haselsteiner Familien-Privatstiftung hält der Tiroler neben der Westbahn Beteiligungen an Krankenhäusern, Kliniken, Hotels und der Semper Constantia Privatbank. Seit kurzem ist er auch alleiniger Herr über die Wiener Immobilienfirma conwert und überlegt bereits, sich in den Verwaltungsrat zu setzen.

Daneben gibt der 68-Jährige vor allem viel Geld für die Wohlfahrt aus. So finanziert er zum Beispiel Pater Georg Sporschills Verein Concordia, der Obdachlose und Kinder in Osteuropa betreut. Haselsteiner ist nach dem Rückzug Sporschills von der operativen Tätigkeit sogar Concordia-Vorsitzender. 2008 hat er Ute Bocks Flüchtlingsprojekt vor dem Konkurs gerettet und ihr nun in Wien-Favoriten ein Haus für ihre Schützlinge gekauft. Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher darf sich ebenfalls über Haselsteiners Unterstützung freuen.

Privaten Luxus gönnt sich Haselsteiner kaum, bestenfalls teure Zigarren, teuren Wein (laut "HPH“ gilt das für Weine ab 50 Euro) und Helikopter-Skifahren in Kanada. Der Bautycoon ist keiner, der im Privatjet in den Urlaub abrauscht. Eine Linienmaschine tue es für ihn auch.

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