
Starlink drängt in den Mobilfunkmarkt: Neue EU-Frequenzpläne und satellitenfähige Smartphones erhöhen den Druck auf etablierte Anbieter.
Elon Musk hat mit seinem Satellitennetz Starlink über die letzten Jahre beeindruckende Fakten geschaffen. Zwölf Millionen Verbindungen in 150 Ländern laufen darüber. Welche Macht er damit in Händen hält, offenbarte Musk nicht zuletzt im Ukrainekrieg. Mit dem Börsengang und damit einhergehenden Publikationsverpflichtungen werden die Strategien klarer, die auf einen größeren Anteil auf dem Mobilfunkmarkt abzielen. Damit entwickelt sich der Anbieter für die Abdeckung ländlicher Gebiete mittelfristig zu einem Konkurrenten für die etablierten Mobilfunker.
Mit dem Aufkommen von immer mehr satellitenfähigen Smartphones wird das Angebot auch für viele Verbraucher:innen interessanter. Um die Kommunikationsdienste anbieten zu können, muss Starlink allerdings Frequenzbänder nutzen und macht dies in Europa mangels eigenen Bändern über Partnerschaften mit den Mobilfunkanbietern. Insider berichteten Anfang Juni von Plänen der EU-Kommission, künftige für Satellitenbetreiber vorgesehene Mobilfunkfrequenzen selektiver zu vergeben, ein Drittel für staatliche Zwecke zu reservieren, ein weiteres Drittel für europäische Anbieter und Start-ups – und das letzte für etablierte Betreiber, auch jene aus dem EU-Ausland. 2027 laufen einige einschlägige Frequenzbänder aus.


Exakt 9,352 Starlink-Satelliten sind Ende Juni aktiv, misst Orbital Radar. SpaceX hat bei der US-Aufsichtsbehörde FCC insgesamt Anträge für über 40.000 Satellitenstarts gestellt.
© OrbitalRadarDer Artikel ist in der Ausgabe trend.PREMIUM vom 12. Juni 2026 erschienen.
