
Rewe konnte 2025 seinen Brutto-Gesamtumsatz in Österreich um 2,2 Prozent steigern. Die Rewe-Tochter Billa erreichte nur ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent.
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Der deutsche Handelskonzern Rewe hat seinen Brutto-Gesamtumsatz in Österreich 2025 mit Billa, Billa Plus, Bipa, Adeg, Penny und Rewe Austria Touristik um 2,2 Prozent auf 11,36 Milliarden Euro gesteigert. Das Lebensmittelgeschäft wuchs um 1,9 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im österreichischen Lebensmittelhandel ging der Marktanteil von Rewe laut Marktforscher NielsenIQ um 0,5 Prozentpunkte auf 32,4 Prozent zurück. Mitbewerber Spar liegt bei 36,2 Prozent.
„Für uns sind Marktanteile - sofern man den aktuellen Zahlen Glauben schenken kann - kein Dogma“, hieß es von Rewe auf APA-Anfrage. Man fokussiere sich auf „die Kennzahlen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Wirtschaftlichkeit“. Es gebe „einige Hebel, die den Marktanteil rasch in Bewegung bringen“. „Wir gehen einen anderen Weg und setzen auf gesundes Wachstum“, erklärte die Billa-Mutter. Der Handelskonzern beschäftigt rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich.
Spar bleibt Marktführer in Österreich
Spar überholte im Jahr 2020 erstmals Rewe als Marktführer in Österreich und baute seine Marktführerschaft seitdem deutlich aus. NielsenIQ hat Anfang April seine Marktanteilsdaten für den heimischen Lebensmittelhandel im Jahr 2025 aktualisiert. Spar steigerte seinen Umsatz in Österreich im Vorjahr um 4,2 Prozent und erhöhte damit seinen Marktanteil um 0,4 Prozentpunkte auf 36,2 Prozent.
Billa erreichte 2025 in Österreich lediglich ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. Die Supermarktkette setzt seit 2022 auch auf selbstständige Kaufleute. Bis Ende 2025 stieg die Zahl auf 40 Billa-Kaufleute-Märkte, bis 2030 sollen es 200 sein. Der Umsatz der Drogeriemarktkette Bipa wuchs im Vorjahr um 2,3 Prozent. Bipa starte Anfang 2026 die erste Filiale in Rumänien und will dort jährlich 20 bis 25 Filialen eröffnen.
Rewe hält an 1,5 Mrd. Euro Investitionspaket in Österreich fest
Trotz „volkswirtschaftlicher Herausforderungen“ will die Rewe-Gruppe am größten Investitionspaket ihrer Unternehmensgeschichte in Österreich festhalten. Im Zeitraum 2025 bis 2027 sollen 1,5 Milliarden Euro in die Modernisierung der Filialen und in ein neues teilautomatisches Warenlager investiert werden. „Mit unseren Investitionen in Logistik, Expansion und die Ausbildung von 2.300 Lehrlingen stellen wir sicher, dass wir langfristig stabil und leistungsfähig bleiben“, so Rewe-International-Vorstand Marcel Haraszti.