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Eine neue Metropolregion ist auf Schiene

In Kooperation mit Land Kärnten Standortmarketing
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In 45 Minuten durch den Koralmtunnel von Graz nach Klagenfurt

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Durch die Koralmbahn entsteht durch das Zusammenrücken von Graz und Klagenfurt ein neuer, zentraler Wirtschaftsraum mit enormem Potential.

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Die Bahn verbindet – und das nicht nur Verliebte oder Urlauber mit ihren Sehnsuchtsort, sondern auch Wirtschaftszentren. Und das genau wird der Effekt des neuen Koralmtunnels sein. „Der Tunnel ist das größte sozial-ökonomische Experiment seit 165 Jahren, als die Semmeringbahn von Carl Ritter von Ghega Graz komplett veränderte“, ist Eric Kirschner überzeugt. Und das ist nicht nur so daher gesagt. Kirschner ist Experte für empirische Sozialforschung und leitet die Forschungsgruppe Regionalökonomie und Strukturpolitik am Joanneum Research. Und er hat gemeinsam mit dem Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung eine umfangreiche Studie zu den volkswirtschaftlichen und regionalpolitischen Effekten des Koralmtunnels erstellt. Und diese sind enorm:

  • Durch den Koralmtunnel wird man in 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt gelangen können, was extreme Vorteile für die Erreichbarkeit mit sich bringt. Und Erreichbarkeit ist eine zentrale Determinante von Wachstum, bedingt Bevölkerungswachstum und Beschäftigungswachstum.

  • Es entsteht eine neue urbane Agglomeration, ein Wirtschaftsraum mit ungefähr 1,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Der Ballungsraum Graz/ Klagenfurt–Villach, teilweise auch Leoben, wächst immer weiter zusammen.

  • Die Regionen und Orte, die direkt im Einzugsgebiet der Bahnhöfe sind, werden nachhaltig gestärkt. Es siedeln sich neue Firmen an, weil das Einzugsgebiet attraktiver wird und das Angebot an Arbeitskräften steigt.

  • Kärnten erhöht auch international seine Sichtbarkeit. Denn mit dem neuen Ballungsraum Graz- Klagenfurt entsteht der neben Wien zweitgrößte Ballungsraum in Österreich. Dieser hat auch international Relevanz, da im deutschen Sprachraum nur Berlin, Wien, München, Hamburg und Köln mehr als eine Million Einwohner zählen.

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Durch das Zusammenrücken von Kärnten und der Steiermark ergeben sich auch für gemeinsame Forschungsinitiativen neue Perspektiven. Schon jetzt gibt es enge Kooperationen mit dem Joanneum Research, den Silicon Austria Labs, dem Digital Innovation Hub Süd oder dem Silicon Alps Cluster, die in Zukunft weiter vertieft werden sollen.

Wie erfolgreich eine solche, Bundesländer überschreitende Kooperation sein kann, zeigt das Green Tech Valley. Mittlerweile sind über 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Kärnten und der Steiermark Teil dieses Netzwerkes und beschäftigen sich intensiv mit Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Rund 20 Betriebe davon sind globale Technologieführer – und dass im Umkreis von nur einer Fahrstunde.

Fazit des Regionalexperten Eric Kirschner: „Unsere Analyse zeigt, dass die Auswirkungen, die sich aus der veränderten Erreichbarkeit durch den Koralmtunnel ergeben, signifikant positiv sind, sowohl in Bezug auf die wirtschaftliche Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit, sprich Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, als auch in Bezug auf die demographische Entwicklung.“

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Die Tunnelbohrmaschine leistete ganze Arbeit

© ÖBB:Franz Georg Pikl

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Standort Kärnten: Erfolgsgeschichten

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