Neuer Öbag-Chef: „Industrielle Führungserfahrung“

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Artikelbild
 © A1 / Renee Del Missier

©A1 / Renee Del Missier
  1. home
  2. Aktuell
  3. Politik

Der A1-Manager Thomas Arnoldner nimmt bei der Staatsholding ein deutlich niedrigeres Gehalt in Kauf: „Man soll die Dinge machen, für die man Leidenschaft hat.“

Die Entscheidung kam selbst für Insider überraschend früh, deshalb verirrte sich zur Pressekonferenz in das kleine Besprechungszimmer der Öbag in der Wiener Kolingasse am Freitagnachmittag nur ein Häuflein Journalisten. Die Mehrheit war über Video zugeschaltet.

Öbag-Aufsichtsratsratschef Günther Ofner führte aus, dass sich das Gremium einstimmig für den bisherigen stellvertretenden CEO der Telekom Austria als Nachfolger von Edith Hlawati entschieden hat. Hlawatis Vertrag endet mit 31. Jänner 2027. Seine Funktionsperiode ist auf fünf Jahre angelegt.

Arnoldner setzte sich damit in einem dreimonatigen Auswahlverfahren durch. Insgesamt hatten sich laut Öbag 46 Personen um den Posten beworben. Neun Kandidaten wurden zu einem vertiefenden Hearing mit dem Nominierungsausschuss eingeladen, drei kamen in die Schlussrunde. Der trend berichtete zu den Top-Favoriten aus dem Auswahlverfahren.

Laut Aufsichtsratschef Ofner habe Arnoldner in den Hearings „die überzeugendsten Konzepte“ präsentiert: „Der Beste hat das Rennen gemacht.“ Arnoldner selbst sprach von einem „harten und aufwändigen“ Bewerbungsprozess und führte zuallererst seine „industrielle Führungserfahrung“ ins Treffen.

Arnoldner ist seit 2018 ist im Vorstand der Telekom Austria tätig und fungiert derzeit als stellvertretender CEO. Zuvor arbeitete er unter anderem in Führungsfunktionen bei Nokia, Alcatel-Lucent und T-Systems Austria.

Dass er in der Öbag im Vergleich zu seinem bisherigen Job, wo er 2025 1,83 Millionen Euro verdiente, weniger als die Hälfte bekommen wird, stört ihn nicht: Er habe gelernt, dass „man die Dinge machen soll, für die man Leidenschaft hat“.

Ofner räumte aber ein, dass es schwierig sei, zu diesen Konditionen international erfahrenes Spitzenpersonal nach Österreich zu lotsen. Man habe „drei bis vier Dutzend Leute angesprochen“, viele hätten „nicht attraktiv gefunden, was wir ihnen angeboten haben“.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages