Die neue WKO-Präsidentin: Eine Frau für alle Fälle

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MARTHA SCHULTZ hat die Bedingung gestellt, dass alle in der Kammer bei den von ihr geplanten Reformen mitziehen.
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Die urprünglich interimistische WKO-Präsidentin Martha Schultz wird nun bis 2030 fix im Sattel sitzen. Sie wird an ihrer Reformfähigkeit gemessen werden.

Nach dem Rücktritt Harald Mahrers übernahm Martha Schultz, 62, am 15. November als Präsidentin der Wirtschaftskammer (WKO). Interimistisch, wie sie betonte. Aber nun wird aus der Übergangslösung eine fixe Sache. Schultz wird, wie sie bestätigte, die WKO als erste Präsidentin die nächsten Jahre führen. Sie kommt gut an, die Mehrheit der Funktionäre steht hinter ihr. Schon heute wird sie angelobt.

Die Mitgesellschafterin der Schultz Gruppe, eines großen Tiroler Tourismus- und Baubetriebes mit 800 Mitarbeitern, hat nur eine Bedingung gestellt: Alle in der Kammer müssen bei den von ihr geplanten Reformen mitziehen. Die Strukturen sollen effizienter und kostengünstiger werden, um Spielraum für eine weitere Senkung der Beiträge zu haben. Das gelte für alle Doppel- und Mehrfachgleisigkeiten, wie Schultz in Richtung der neun Länderkammern sagte.

Ex-Präsident Mahrer, 52, gönnt sich mittlerweile eine Auszeit zumindest bis Ende Jänner – und kann sich jetzt mehr seiner zweijährigen Tochter widmen. Dass er danach wieder eine Funktion im öffentlichen Sektor anstrebt, sei es auf österreichischer oder europäischer Ebene, ist nach den Reibereien, die er in der eigenen Partei ÖVP hatte, wenig wahrscheinlich. Er strebt nun wieder eine unternehmerische Aufgabe an, abseits politischer Grabenkämpfe.

Der Artikel erschien zuerst in der trend.EDITION vom 19. Dezember 2025 und wurde aktualisiert.

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