
Die große trend-Umfrage: Zum ersten Mal seit Jahren blicken die Österreicher:innen etwas optimistischer auf die wirtschaftliche Lage des kommenden Jahres.
Jubelstimmung sieht anders aus, Fußball-WM-Teilnahme hin, Song-Contest-Vorfreuden her. Und doch zeichnet sich nach drei Jahren ein kleiner Aufwärtstrend ab. „Wir scheinen die Talsohle erreicht zu haben und sehen zarte Verbesserungen in der Stimmung“, analysiert Birgit Starmayr vom Linzer Market Institut.
16 Prozent der Österreicher:innen glauben, dass die wirtschaftliche Lage nächstes Jahr besser sein wird als zuletzt. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Knapp 40 Prozent erwarten aber weiterhin, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtern wird. Männer scheinen dabei deutlich optimistischer in die Zukunft zu blicken als Frauen. Doppelt so viele Männer wie Frauen gehen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage im kommenden Jahr verbessern wird.
Einschätzung wirtschaftliche Entwicklung


Ein Zeichen dafür, dass die Stimmung noch immer trüb ist, zeigt sich bei den Erwartungen zur persönlichen finanziellen Lage. Beeindruckend stabil beantworten die Österreicher:innen seit Jahren diese Frage. „Die Menschen gewöhnen sich in gewisser Weise an die hohen Preise und Inflation“, liest Starmayr aus den Daten. Ein knappes Drittel geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation im kommenden Jahr verschlechtern wird, zehn Prozent glauben an eine Besserung.
Aussicht auf persönliche finanzielle Lage


Sorgen bereiten den Österreicher:innen die multiplen Krisenzeichen vor der Haustür, aber auch in der Welt. Die meisten Befragten beunruhigen die steigenden Preise, die zunehmende Migration, ihre Altersvorsorge und die geopolitische Situation. Besonders ältere Österreicher:innen machen sich Gedanken über die Zuwanderung und der Zukunft des Gesundheitswesens. Die Jungen hingegen blicken deutlich sorgenfreier in das neue Jahr als die ältere Generation.
Was den Österreicher:innen Sorgen bereitet


Der Artikel ist in der trend.EDITION vom 19. 12. 2025 erschienen.
