
Sein Business ist es, Start-ups mit Kapital auszustatten. Seine Passion ist es, junge Gründer mit einem ganzen Ökosystem an hilfreichen Dienstleistungen zu unterstützen. Seine Zielstrebigkeit ist es, mit der es OLIVER HOLLE geschafft hat, mit dem von ihm gegründeten Frühphasenfonds Speedinvest in die Liga der größten Risikokapitalfinanzierer Europas aufzusteigen. Zu Beginn des Jahres hat er die Marke von einer Milliarde Euro an verwalteten Investitionsgeldern geknackt. Im Herbst wurde er in London mit einem renommierten Award für seine herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Jetzt ist er der Mann des Jahres 2023.
Es sind die Bilder in seinem Kopf, die den Unterschied machen. Den Unterschied, ob er sich für eine Idee begeistern lässt oder nicht. Ob er ein Start-up für den nächsten Highflyer hält oder nicht. Letztlich ob er viel Geld in die Hand nimmt, um in junge Menschen, die oft am Anfang ihres Berufslebens stehen, zu investieren.
Als Oliver Holle im Oktober 2011 bei der "Startup Week" im Haus der Industrie das erste Mal auf Katharina Klausberger und Armin Strbac trifft und sie ihm ihre Idee vorstellen, hat Holle sofort eines seiner Bilder im Kopf. Es ist die ganz konkrete Vorstellung, dass die beiden ein großes Unternehmen auf die Beine stellen werden. "Dieses erste Gespräch war ausschlaggebend, dass wir Nägel mit Köpfen gemacht haben", bestätigt rückblickend Klausberger, wie schnell sich Holle damals für ein Investment entschieden hat.
Sein Bild wird rasch zur Realität - und zur Erfolgsgeschichte. Vier Jahre später verkaufen die beiden Gründer ihre Flohmarkt-App Shpock um kolportierte 200 Millionen Euro. Und Holles Investmentfonds Speedinvest, dessen Gründer und CEO er ist, streift mehr als das 30-Fache des eingesetzten Kapitals ein.
"Ich habe mein ganzes Leben schon starke Bilder im Kopf", blickt der 53-jährige Start-up-Investor auf die Anfänge seiner Berufslaufbahn zurück. Er beschreibt sie als visuelle Vorstellungen, wie sich eine Idee oder ein Gründerteam entwickeln wird - aber auch wie sein Leben als Unternehmer ausschauen soll: "Wenn ich ein ganz konkretes, lebendiges Bild vor Augen habe, dann habe ich keinen Zweifel, dass das gelingen wird. Etwas anderes ist für mich keine Option - und das hat bis jetzt auch meistens funktioniert."
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