Zalando steigerte Umsatz und Gewinn dank Firmenkunden

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Optimistischer Ausblick
 © dpa-Zentralbild, Britta Pedersen, APA
©dpa-Zentralbild, Britta Pedersen, APA
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Getragen von einem robusten Firmenkundengeschäft hat Zalando Umsatz und Gewinn gesteigert. Diese Sparte sei im abgelaufenen dritten Quartal um 28 Prozent gewachsen, sagte Anna Dimitrova, die Finanzchefin des größten europäischen Online-Modehändlers, am Dienstag. Zalando stellt anderen Unternehmen wie der britischen Warenhauskette Marks & Spencer Software für Onlineshops und Logistik-Infrastruktur zur Verfügung.

von

Ein Wermutstropfen sei allerdings der überraschend deutliche Rückgang der Rohertragsmarge, schrieb DZ Bank-Analyst Thomas Maul. Sie sank im Vergleich zum zweiten Quartal um etwa 2 Prozentpunkte auf 38,7 Prozent. Zalando-Aktien brachen daraufhin um bis zu 6,6 Prozent ein, so stark wie zuletzt vor drei Monaten.

"Wir betrachten die Entwicklung der Bruttomarge im dritten Quartal als vorübergehend", betonte Dimitrova in einer Telefonkonferenz. Einer der Belastungsfaktoren seien die Kosten für das beschleunigte Wachstum der Firmenkundensparte. Anleger reagierten erleichtert auf diese Aussagen und hievten die Titel des Onlinehändlers ins Plus.

Abgesehen von der Margenentwicklung lief es für Zalando in den vergangenen drei Monaten besser als erwartet. Das über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) stieg um 7,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und der Konzernumsatz um 5,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis habe um 10,6 Prozent auf 107 Millionen Euro zugelegt. Die Zahl der aktiven Kunden habe mit 63,2 Millionen einen Höchststand erreicht.

Neben dem Firmenkundengeschäft profitiere Zalando von Einsparungen im Zusammenhang mit der Übernahme des Wettbewerbers About You sowie geringeren Kosten für die Abwicklung von Bestellungen. Darüber hinaus wirkt sich der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) seit mehreren Quartalen positiv auf die Bilanz aus. Der Berliner Konzern erstellt damit unter anderem Produktbilder und -beschreibungen. Inzwischen verkaufe Zalando diese Technologie auch an andere Unternehmen wie Hugo Boss, sagte Dimitrova.

Einen weiteren Wachstumsschub verspricht sich der Onlinehändler von "Zalando Extended". Darüber werden Onlineshops anderer Anbieter in die Zalando-App eingebunden. Kunden könnten künftig neben Modeartikeln auch andere Produkte bestellen, hieß es.

Der erste Kooperationspartner sei der Einrichtungshändler Westwing. Ab dem kommenden Jahr werde ein KI-Agent den Kaufvorgang im Namen des Kunden eigenständig abwickeln, ohne dass dieser die Zalando-App verlassen muss.

BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages