Wiens Börse beendet den Tag mit leichten Gewinnen

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Der Tag lief wechselvoll
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Die Wiener Börse hat den Dienstag mit Gewinnen beendet. Der heimische Leitindex ATX lag zu Handelsschluss mit einem Plus von 0,29 Prozent bei 6.920,37 Punkten. Der ATX Prime baute 0,24 Prozent auf 3.388,14 Zähler auf. Die europäischen Börsen lieferten ein ähnliches Bild.

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Rückenwind kam von einer Rückwärtsbewegung der Ölpreise, die unter die 100-Dollar-Marke fielen und guten Vorgaben aus den USA und Asien. Die Ölpreise fallen wegen der wachsenden Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs. So stellt die iranische Führung im Konflikt mit den USA abermals Verhandlungen in Aussicht. Zudem berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass der Iran angeboten habe, die Straße von Hormuz innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, sofern die amerikanische Blockade aufgehoben werde.

Darüber hinaus wird erwartet, dass sich US-Präsident Donald Trump im Verlauf des Tages am Rande der UN-Vollversammlung mit den Golfstaaten über das weitere Vorgehen gegenüber Iran beraten will. Außerdem hatte sich Trump zuletzt offen für ein Treffen mit Irans Präsident Massud Peseschkian am Rande der UN-Generaldebatte gezeigt. Ob es dazu kommt, ist aber offen.

Im Euroraum wiederum hat sich die Stimmung der Verbraucher im September stärker als erwartet eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima sank gegenüber dem Vormonatswert um einen vollen Punkt auf minus 16,5 Punkte, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage der EU-Kommission hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf minus 16,0 Zähler gerechnet.

International zogen vor allem technologielastige Werte an. Das zog wiederum die Papiere des Halbleiterproduzenten AT&S in die Höhe, die an der Spitze des ATX 10,4 Prozent zulegen konnten. AT&S baut zudem laut einer Unternehmensmitteilung die Zusammenarbeit mit dem Silicon-Valley-Unternehmen Marvell Technology weiter aus. Im Rahmen der Kooperation werden die Kapazitäten für moderne IC-Substrate erhöht.

Der Ölpreis wiederum hat die OMV mitgenommen. Nach zwischenzeitlichen Verlusten fanden sich OMV zu Handelsschluss bei marginalen plus 0,07 Prozent.

Dietmar Heinisser, Vorstand beim steirischen Anlagenbauer Andritz, ist aus "persönlichen Gründen" zurückgetreten. Andritz legten heute 1,7 Prozent zu.

Am Ende des ATX-Segments standen VIG und Porr mit Abschlägen von 2,6 Prozent bzw. 2,4 Prozent. Die weiteren Bauwerte gingen in unterschiedliche Richtungen. Wienerberger gewannen gute 3,7 Prozent, Strabag fanden sich dagegen 1,3 Prozent tiefer.

Die schwergewichteten Bankentitel fanden heute ebenfalls keine gemeinsame Richtung. RBI gewannen 0,6 Prozent. Erste Group und BAWAG fielen heute um 0,9 Prozent bzw. 1,2 Prozent.

voestalpine gaben 0,8 Prozent ab. Da half es auch nicht, dass die voest heute mitgeteilt hat, auf das global wachsende Bahngeschäft zu setzen. Der Konzern will seinen Umsatz im Geschäftsbereich Railway Systems deutlich ankurbeln. Dieser soll von zuletzt 2,2 Mrd. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 3 Mrd. Euro 2030/31 steigen.

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