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Wichtige Unternehmensnachrichten gab es am heimischen Aktienmarkt im Laufe des Tages nicht. In Brüssel gelang nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ein Durchbruch beim EU-Mercosur-Handelsabkommen mit den vier südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die EU-Botschafter stimmten mehrheitlich für eine Unterzeichnung des Abkommens durch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am 12. Jänner in Paraguay. Österreich ist durch einen Parlamentsbeschluss an ein "Nein" gebunden. Die EU ist laut Angaben der EU-Kommission der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur.
Positive Nachrichten kamen aus unserem Nachbarland Deutschland. In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen. Im Vormonatsvergleich verzeichnete die Industrieproduktion den dritten Anstieg in Folge und setzt damit ihre vorsichtige Erholung fort. Die lang anhaltende Talfahrt dürfte ein Ende gefunden haben, was auch vom jüngsten spürbaren Anstieg der Auftragseingänge untermauert wird, so Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research.
Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Finanzmarktakteure auf den US-Arbeitsmarktbericht. Dieser ist für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed besonders wichtig, die Zinspolitik wiederum kann den Aktienmarkt mitunter deutlich beeinflussen.
Das am Vortag bekannt gegebene Aktienrückkaufprogramm der CA Immo sorgte für ein Aktien-Plus von 2,3 Prozent. Semperit konnte sogar 3,7 Prozent zulegen, nachdem die Werte des heimischen Gummi- und Kautschukkonzerns am Vortag 3,5 Prozent verloren hatten. Gut gesucht waren auch die Werte von OMV (plus 2,3 Prozent). FACC gewannen 2,2 Prozent hinzu.
Am unteren Ende befanden sich hingegen Vienna Insurance Group (VIG) mit einem klaren Minus von 3,7 Prozent. CPI Europe verloren 2,9 Prozent. Auch die Finanzwerte von Erste Group (minus 1,6 Prozent), Uniqa (minus 1,5 Prozent) und BAWAG (minus 1,4 Prozent) verzeichneten Verluste.