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Die Märkte sind wie zu erwarten weiter im Banne des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. "Die Lage in Nahost ist weiterhin kritisch und noch immer gibt es keine Fortschritte, aber auch keine erneute Eskalation mit Kampfhandlungen", beschreiben die Analysten der Helaba die Situation. Der Iran hat einen neuen Verhandlungsvorschlag vorgelegt. US-Präsident Donald Trump zeigte sich demgegenüber skeptisch, lehnte ihn aber noch nicht dezidiert ab. Er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Diese Woche ist die Woche der Zinsentscheide. Heute war bereits die japanische Notenbank dran, die den ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges nicht änderte. Die Währungshüter ließen ihn am Dienstag - wie von den meisten Analysten erwartet - unverändert bei 0,75 Prozent, signalisierten aber eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten.
Bei den Unternehmen ziehen heute am heimischen Aktienmarkt wohl die Strabag, Mayr-Melnhof und Palfinger mit Zahlen die Blicke auf sich. Österreichs größter Baukonzern Strabag hat seine Gewinne 2025 kräftig gesteigert. Das Konzernergebnis legte gegenüber dem Jahr davor um 11 Prozent auf 916,28 Mio. Euro zu. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg um 8 Prozent von 7,35 auf 7,94. In der Früh verloren Strabag-Titel trotzdem 0,5 Prozent auf 85,30 Euro.
Der Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (MM) wiederum hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet. Die Umsatzerlöse sanken im Jahresvergleich um 11,0 Prozent auf 927,5 Mio. Euro. Das bereinigte betriebliche Ergebnis ging um 19,4 Prozent auf 49,1 Mio. Euro zurück. Am Dienstag wiesen die Papiere von Mayr-Melnhof einen Zuwachs von 0,6 Prozent auf 85,80 Euro aus.
Der Kran-Spezialist Palfinger ist gut ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal 2026 machte Palfinger 561,5 Mio. Euro Umsatz, das bedeutete einen Anstieg um 1,6 Prozent im Jahresabstand. Der operative Gewinn (EBIT) legte um 3 Prozent auf 41,3 Mio. Euro zu. Palfinger bauten 3,9 Prozent auf 35,45 Euro ab. Damit waren sie Schlusslicht im ATX Prime-Segment,
Ebenfalls mit einem Verlust zeigte sich das Schwergewicht Verbund, das 2,9 Prozent verlor. An der Spitze des Segments konnte man Austriacard Holding finden, mit plus 3,9 Prozent.
Nachdem AT&S den Montag mit minus 5,7 Prozent beendeten, drehten die Papiere des Leiterplattenherstellers heute mit 1,4 Prozent wieder in den grünen Bereich.