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Mit vorgelegten Geschäftszahlen rückten am heimischen Aktienmarkt Strabag und Do&Co ins Blickfeld der Akteure. Österreichs größter Baukonzern hat die 20-Milliarden-Euro-Marke bei der Bauleistung 2025 geknackt. Gegenüber dem Jahr davor stieg sie auch wegen einer Firmenübernahme um 6 Prozent auf 20,4 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erhöhte sich massiv um 24 Prozent von 25,4 Mrd. auf 31,4 Mrd. Euro. Die Strabag-Aktie reagierte mit minus 1,7 Prozent.
Nach den bereits veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2025 durch die Strabag gab es heute keine Überraschungen hinsichtlich Produktionsmenge und Marge, beschrieben die Analysten der Erste Group das Zahlenwerk. Die Experten bewerteten die Zahlen aber als starken Jahresstart, da der Auftragsbestand nahe am bisherigen Höchststand aus dem 3. Quartal 2025 liegt und die positiven Aussichten für das Geschäftsjahr 2026 die Erwartungen übertreffen.
Do&Co-Anteilsscheine zogen starke 8,6 Prozent hoch. Der Wiener Cateringkonzern hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 sowohl Umsatz als auch Gewinn gesteigert. Das Konzernergebnis wuchs im Jahresvergleich um 15,9 Prozent auf 84,59 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte für diesen Zeitraum. Laut Erste Group verfehlte der Umsatzausweis die Prognosen, der Nettogewinn überraschte aber positiv.
Von Analystenseite meldete sich zudem die Deutsche Bank und revidierte ihr Kursziel für die voestalpine-Aktie von 48 auf 57 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung "Buy". Die Experten haben zudem ihre Gewinnprognosen für die kommenden Geschäftsjahre der voestalpine in Reaktion auf die gemeldeten Drittquartalszahlen des Stahlkonzerns erhöht. Die voest-Papiere gewannen 0,5 Prozent auf 44,98 Euro.
Für die BAWAG-Titel wurde von der Deutschen Bank ebenfalls das "Buy"-Votum bekräftigt. Hier liegt das Kursziel weiterhin bei 151 Euro. Bei der BAWAG-Aktie gab es ein Minus von 1,6 Prozent auf 137,60 Euro zu sehen.
Deutlich schwächer präsentierte sich die Verbund-Aktie. Die Titel des Energieversorgers büßten fast vier Prozent ein. Beim Branchenkollegen EVN ging es um 1,3 Prozent abwärts.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER