Europas Leitbörsen im Frühhandel überwiegend mit Zugewinnen

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Euro-Stoxx-50 plus 0,19 Prozent
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Die europäischen Leitbörsen haben am Mittwochvormittag überwiegend mit Kursgewinnen tendiert und konnten sich damit nach den zuletzt deutlichen Kurseinbrüchen etwas stabilisieren. Der Euro-Stoxx-50 notierte gegen 9.45 Uhr um 0,19 Prozent höher bei 5.782,96 Zählern. In Frankfurt gewann der DAX um 0,27 Prozent auf 23.855,37 Einheiten. Der Londoner FTSE-100 zeigte sich hingegen um 0,14 Prozent leichter bei 10.469,72 Punkten.

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Marktbeobachter verwiesen auf die vage Hoffnung der Anleger auf eine Sicherung der Straße von Hormuz durch US-Streitkräfte. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormuz zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.

Diese Nachrichten hatten am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die US-Börsen ihre Verluste deutlich reduzierten. Ein Blick nach Ostasien zeigt aber, dass die Anleger an den Weltbörsen sehr nervös bleiben. Weil Südkorea und Japan stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen, standen die Börsen dort am Mittwoch nochmals deutlich unter Druck. Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor fast zehn Prozent an Wert.

Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners versuchen die USA, die Situation zu beruhigen. "Bislang überzeugt der Plan, Tanker auf ihrem Weg durch die Straße von Hormuz zu eskortieren, die Börsen aber nicht", kommentierte er am Morgen. Noch sei unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt. Nach einer Delle am Vorabend zogen die Ölpreise am Mittwoch dann auch wieder an.

Aktien aus dem Tech-Sektor zeigten sich in Europa erholt. So konnten Infineon um gut zwei Prozent zulegen und SAP gewannen um gut ein Prozent. ASML Holding verbesserten sich um 1,4 Prozent.

Bankwerte zählten hingegen erneut zu den Verlierern. Banco Santander lagen 1,8 Prozent tiefer und BBVA fielen um 0,9 Prozent. ING Groep zeigten sich mit minus 0,6 Prozent, während UniCredit leicht um 0,2 Prozent nachgaben.

Adidas blieb mit dem Ziel für das Betriebsergebnis in diesem Jahr unter der Markterwartung. Die Aktie sackte in Frankfurt um 6,7 Prozent ab auf ein Tief seit drei Jahren.

Bei Continental blieb die Prognose für den operativen Gewinn im Reifengeschäft laut Analyst Michael Aspinall von der Bank Jefferies hinter der Konsensschätzung zurück. Der Kurs verlor gut 2 Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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