Wiener Börse gewinnt kurz nach Handelsstart 0,72 Prozent

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Wiener Börse startet gut in die neue Handelswoche
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Der Wiener Aktienmarkt ist gut in die neue Handelswoche gestartet. Nach dem verlängerten Wochenende legte der heimische Leitindex ATX rund eine Stunde nach dem Handelsstart um 0,72 Prozent auf 5.836 Punkte zu. Der ATX Prime stieg um 0,68 Prozent auf 2.885 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich indes uneinheitlich. Ins Blickfeld rückten neben der Straße von Hormuz neuerliche Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump gegen die EU.

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Lange war es im Zollstreit zwischen den USA und der EU ruhig geblieben, doch kurz vor dem Wochenende ließ Trump die Situation eskalieren: Auf Truth Social kündigt er an, den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der Europäischen Union in die USA auf 25 Prozent zu erhöhen. Der neue Satz soll ab dieser Woche gelten. "Sie haben sich nicht an die Vereinbarung gehalten, die wir getroffen haben", begründete Trump seine Entscheidung.

Im Iran-Krieg kündigte indes Trump an, dass die US-Marine ab Montagfrüh in der Straße von Hormuz festsitzende Schiffe aus der Meerenge heraus "geleiten". Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative "Projekt Freiheit" drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Viele Details zum Ablauf der Initiative ließ Trump jedoch offen. Der Iran warnte die USA umgehend vor Aktionen in der strategisch wichtigen Meerenge.

Unternehmensseitig ist am Montag wenig zu erwarten. Am Freitag bestätigte UBS ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der OMV nach Quartalszahlen ebenso wie ihr Kursziel von 68,00 Euro. Barclays hingegen erhöhten ihr Kursziel für die OMV von 52,00 auf 53,00 Euro, die Einstufung "Underweight" blieb. OMV-Aktien notierten am Montag kurz nach Handelsstart bei 60,55 Euro (plus 0,67 Prozent).

Zudem hob UBS ihr Kursziel für Werte der Raiffeisen Bank International (RBI) von 47,00 auf 50,00 Euro an. Die Kaufempfehlung beließen die Analysten bei "Buy". Am Montag kosteten RBI im Frühhandel 45,88 Euro (minus 1,12 Prozent).

Und die Analysten von Barclays bestätigten ihre "Overweight"-Empfehlung für die Aktien der Erste Group in Reaktion auf die Quartalszahlen der Bank. Das Kursziel blieb unverändert bei 123,00 Euro. Die Erste Group eröffnete am Montag mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 96,20 Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat der Semperit geben keine Empfehlung zum freiwilligen Übernahmeangebot der B&C Holding ab. Es gebe Für und Wider das Angebot anzunehmen, letztlich hänge es von der jeweiligen Anlagestrategie und dem individuellen Zeitpunkt des Aktienerwerbs ab, ob das Angebot vorteilhaft ist, schreibt der Semperit-Vorstand in einer Aussendung am Montag. B&C hält derzeit rund 58,48 an Semperit und will alle ausstehenden Aktien übernehmen. Die Frist läuft bis 12. Juni. Die Semperit-Aktien notierten am Montag im Frühhandel bei 15,00 Euro und einem Plus von 0,67 Prozent.

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