Wiener Börse etwas schwächer, ATX verliert 0,3 Prozent

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Wiener Börse mit einem kleinen Minus in Richtung Wochenende
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich zum Wochenausklang weiterhin mit leichten Verlusten präsentiert. Der ATX gab am Freitag gegen 14.15 Uhr um 0,3 Prozent auf 5.454,48 Einheiten nach. Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich im Minus. Am Vormittag stellte die Bundesregierung ein Milliardenpaket für die heimische Wirtschaft vor. Der weltpolitische Blick richtet sich derzeit in Richtung Iran und Grönland.

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Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Bundesregierung der schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Neben einem staatlich subventionierten Industriestrompreis soll in neun Schlüsseltechnologien investiert werden. Für die Investitionen in diese ist bis 2029 ein Volumen von 2,6 Mrd. Euro aus dem Forschungs-, Technologie-und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.

Am Donnerstag verkündete die US-Regierung Sanktionen gegen Verantwortliche für die Gewalt im Iran. Parallel verstärken die USA Medienberichten zufolge aber ihre militärische Präsenz in Nahost mit einem Flugzeugträger und Begleitschiffen. Eine überparteiliche Delegation von US-Parlamentariern will indes Dänemark und Grönland angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Unterstützung des Kongresses zusichern.

Am heimischen Aktienmarkt rückten die Werte des österreichischen Ölfeldausrüsters SBO in den Mittelpunkt. Erste Group Research hatte das Anlagevotum für SBO von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt. Zudem wurde das Kursziel von 38,3 auf 37,2 Euro verringert. "Die Zwischenergebnisse für 2025 zeigen, dass SBO mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld konfrontiert ist, darunter ungünstige Wechselkursentwicklungen und die Auswirkungen der US-Zölle", so die zuständige Analystin Vladimira Urbankova in der Studie. Man sei weiterhin der Ansicht, dass die soliden langfristigen Aussichten von SBO nicht vollständig im Aktienkurs berücksichtigt sind. Die SBO-Aktien gaben um 5,3 Prozent nach.

Ebenfalls im Minus befanden sich die Werte von Wienerberger, die um 3,3 Prozent nachgaben. Die Porr verloren 2,5 Prozent, voestalpine 2,1 Prozent. Lenzing fielen um 1,7 Prozent.

Unterstützend für den ATX wirkten die Aktien von BAWAG, die zwei Prozent gewannen. Zugewinne gab es auch für die Werte von Do&Co mit einem Plus von 0,7 Prozent. Andritz verzeichnete ein Plus von 0,4 Prozent. Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer gab den Erwerb einer 51-Prozent-Beteiligung an dem chinesischen Spezialisten für Induktionserwärmung Baoding Sanzheng Electrical Equipment bekannt. Mit dieser Akquisition stärkte man "die Position als umfassender Lösungsanbieter für die Stahlverarbeitung, insbesondere für Elektroband", hieß es dazu. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Stark im prime-market-Segment präsentierten sich auch die Aktien von Austriacard Holdings mit einem Plus von 5,2 Prozent sowie AMAG Austria Metall (plus 3,2 Prozent) und Zumtobel (plus 2,7 Prozent).

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