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Zuletzt notierte der ATX 0,19 Prozent höher bei 5.405 Punkten und damit auf einem neuen Rekordhoch. Der ATX Prime stieg um 0,12 Prozent auf 2.683 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ohne klare Richtung.
Marktbeobachter begründen die gute Entwicklung um den Jahreswechsel mit neuen Wetten auf eine Belebung der deutschen Konjunktur. Dies hatte zwar schon vergangenes Jahr maßgeblich zur guten ATX-Performance beigetragen, bei vielen heimischen Werten sehen Analysten aber durchaus noch weiteren Spielraum.
Am Berichtstag standen moderat ausgefallene Inflationsdaten aus Deutschland und Frankreich im Fokus, die den Aktienkursen ebenso wie enttäuschende Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor jedoch nur geringe Impulse gaben. Daneben blieben auch die Entwicklungen rund um den US-Angriff auf Venezuela im Blick, wenngleich diese bereits am Vortag kaum belastend gewirkt hatten.
Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestätigte in einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-Einschätzung für die OMV-Aktien und beließ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung von Borouge Group International (BGI) stärke die Investmentstory der OMV und verbessere die Ausgangslage für eine mögliche Erholung im Chemiegeschäft, schrieb RBC-Analyst Adnan Dhanani. OMV-Aktien stiegen um 0,2 Prozent auf 48,50 Euro.
EVN stiegen um 1,8 Prozent auf 28,35 Euro. Die Baader Bank hatte ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten.
Unter den übrigen Einzelwerten verzeichneten Bau- und Versorgeraktien Zuwächse. Zudem legten BAWAG-Anteile an der ATX-Spitze um 1,5 Prozent zu, während RBI 1,2 Prozent gewannen. Bei einigen Werten kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen. voestalpine etwa kamen um 1,6 Prozent zurück. Frequentis büßten 3,3 Prozent ein. Unter den schwer gewichteten Banken gaben Erste Group um 0,8 Prozent nach.