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Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne.
Bei den Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom und der Caterer Do&Co in den Fokus. Der Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu rechnen. Nach dem Rekord 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen prognostiziert der Vorstand für 2026 nur noch rund 30 Millionen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei 210 Mio. Euro erwartet. Die Flughafenpapiere gaben im Verlauf 0,4 Prozent nach.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom verloren bis jetzt 2,0 Prozent.
Außerdem haben Analysten der Berenberg Bank für den heimischen Caterer Do&Co sowohl ihre Kaufempfehlung "Buy" als auch das Kursziel von 250 Euro bestätigt. Die Do&Co-Papiere fanden sich aber wie fast alle Aktien im ATX Prime-Segment im Minus und gaben 1,0 Prozent nach. Nur Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG) UBM konnte sich mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent behaupten. Der Immobilienentwickler UBM, der am Vormittag noch im Plus lag, hat mittlerweile mit 1,0 Prozent ins Minus gedreht.
International schwächelt auch der Ölsektor. Das bekommt auch der ATX Prime-Schwergewicht OMV zu spüren. Die Aktien des heimischen Ölkonzerns verloren bisher 2,1 Prozent.
Die größten Verluste verzeichneten RHI Magnesita, AT&S und Strabag mit minus 4,3 Prozent, minus 3,8 Prozent bzw. 3,7 Prozent.