
von
Diese Sender sind zwar nicht Teil des Netflix-Angebots für das Filmstudio, die TV-Produktion, die Filmbibliothek und den Bezahlsender HBO. Ihr Wert als eigenständiges Unternehmen ist jedoch ein entscheidender Faktor bei der Bewertung des insgesamt 82,7 Milliarden Dollar schweren Netflix-Offerts.
Gleichzeitig wuchs der Streaming-Dienst HBO Max weiter und profitierte von Serien wie "Heated Rivalry". Warner Bros gewann im Schlussquartal 3,5 Millionen Streaming-Abonnenten hinzu, womit die Gesamtzahl weltweit auf 131,6 Millionen stieg. Der Umsatz der Streaming-Sparte kletterte um fünf Prozent auf fast 2,8 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis fiel jedoch um vier Prozent auf 393 Millionen Dollar.
Warner-Chef David Zaslav hob zudem den Erfolg der Filmsparte hervor, darunter "Wuthering Heights", "A Minecraft Movie" und "Superman". "Wir lieben das Filmgeschäft", sagte Zaslav. "Wir glauben fest an das Filmgeschäft und daran, Filme auf die Leinwand zu bringen, um gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. ... Unser Engagement für das Filmgeschäft ist das Herzstück unseres Unternehmens."
Der Rivale Paramount Skydance hat sein Angebot für die Übernahme des gesamten Medienkonzerns jüngst auf 110 Milliarden Dollar erhöht und tritt damit in Konkurrenz zum Netflix-Offert. Der Warner-Verwaltungsrat hatte am Dienstag mitgeteilt, er verhandle mit Paramount Skydance, um zu prüfen, ob dessen Offert letztlich werthaltiger sei als die von Netflix. Bisher hatte der Vorstand von Warner Bros darauf verwiesen, dass das Angebot von Netflix dem von Paramount überlegen sei, da die Investoren zusätzlich den Wert der geplanten Ausgliederung der Fernsehgruppe Discovery Global erhalten würden.
Hinter Paramount Skydance stehen David Ellison und sein Vater, der Oracle-Gründer Larry Ellison. Sie setzen darauf, dank ihrer Kontakte zur Regierung von US-Präsident Donald Trump kartellrechtliche Bedenken eher ausräumen zu können als Netflix. Knackpunkt ist der Wert des Kabelfernsehgeschäfts von Warner Bros mit Sendern wie CNN und HGTV. Der Plan von Netflix sieht vor, diese in ein neues Unternehmen namens Discovery Global auszugliedern. Paramount hält die Sender dagegen für praktisch wertlos.