
von
Tat sich der Dow Ende 2024 und Anfang 2025 mit der Marke von 45.000 Punkten schwer, so erweist sich nun die runde Schwelle von 50.000 Zählern als vorerst zu hohe Hürde für den wohl weltbekanntesten Börsenindex.
Im November hatten sich die Umsätze im US-Einzelhandel etwas besser als erwartet entwickelt. Zudem war bekannt geworden, dass sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im November überraschend deutlich verstärkt hat. Nach Einschätzung des Analysten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen dürften die neuen US-Daten die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen zwar gebremst haben. Allerdings seien die Spekulationen "mit Blick auf die ersten Monate des Jahres ohnehin nicht besonders ausgeprägt", sagte der Experte.
In die Saison der Quartalsbilanzen großer US-Banken kommt Schwung. Vorbörslich legten die Bank of America und Wells Fargo ihre Geschäftsberichte vor. Bei der Bank of America übertrafen der wichtige Zinsüberschuss und das Ergebnis die Erwartungen, der Kurs fiel dennoch um 3,8 Prozent.
Wells Fargo blieb dagegen mit dem Zinsüberschuss etwas hinter der Konsensschätzung zurück, der Kurs sackte um 4,6 Prozent ab. Die Citigroup rechnet in diesem Jahr mit höheren Ausgaben, übertraf aber im vierten Quartal die Markterwartungen. Die Titel schlossen 3,3 Prozent tiefer.
Gegen den allgemeinen Markttrend legten die Titel des Mischkonzerns Honeywell um 1,3 Prozent zu. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum, das mehrheitlich im Besitz von Honeywell ist, plant in Kürze den Gang an die Börse. Im September hatte Honeywell bekanntgegeben, neues Kapital für Quantinuum beschafft zu haben, wodurch das Unternehmen eine sogenannte Post-Money-Bewertung von fast 11 Milliarden US-Dollar erhalten habe.
Die Aktien von Biogen büßten am Berichtstag fünf Prozent ein. Das Biotech-Unternehmen hatte für das vierte Quartal ein Vorsteuerergebnis angekündigt, das Kosten für übernommene laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Vorauszahlungen und Meilensteinzahlungen in Höhe von rund 222 Millionen US-Dollar beinhalte.
Papiere des E-Fahrzeugherstellers Rivian Automotive gingen um klare 7,2 Prozent billiger aus dem Handel. Die Großbank UBS stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" und begründete dies mit einem nicht mehr attraktiven Verhältnis von Anlagechancen zu -risiken.