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Volkswagen habe Interessenten aufgefordert, bis Mitte Februar Gebote einzureichen, und jüngst einige der Bieter darüber informiert, dass sie in die zweite Runde kämen, sagten zwei der Insider. Finanzinvestoren wie Brookfield, CVC und Blackstone hätten Interesse an dem Augsburger Unternehmen, das Schiffsmotoren und industrielle Wärmepumpen herstellt, sagten die beiden Insider, weil sie auf der Suche nach Beteiligungen seien, mit denen sie sich gegen mögliche KI-Verwerfungen rüsten könnten. Brookfield, CVC und Blackstone lehnten eine Stellungnahme ab.
Einem vierten Insider zufolge hat der japanische Motorenspezialist Yanmar ebenfalls ein Angebot für Everllence vorgelegt. Yanmar lehnte eine Stellungnahme ab. Berichten zufolge erwägt auch der Volkswagen-Großaktionär Porsche SE einen Einstieg bei Everllence, etwa im Rahmen eines Konsortiums. Ein Porsche-Sprecher erklärte dazu, er kommentiere keine Marktgerüchte. Unklar war zunächst, welche der Interessenten tatsächlich eine Offerte vorgelegt haben. Einer der Insider sagte, dass in den kommenden sechs Wochen verbindliche Angebote erwartet werden. Volkswagen äußerte sich nicht zu dem Verkauf.
Eine Bewertung von 8 Mrd. Euro wäre höher als das, was einige Analysten vorhergesagt hatten. Im Dezember errechneten die Fachleute der Deutschen Bank einen Unternehmenswert zwischen 5 und 7 Mrd. Euro. Zum Verkauf steht allerdings nicht das gesamte Unternehmen. Einem der Insider zufolge will Volkswagen einen Anteil von 30 bis 40 Prozent an Everllence behalten.
Der Dieselmotoren- und Turbomaschinenhersteller MAN Energy Solutions wurde im Juni 2025 in Everllence umbenannt. Das Unternehmen stellt unter anderem Dieselmotoren für Schiffe und Generatoren für Kraftwerke her. Volkswagen hatte die ehemalige MAN-Tochter vor dem Börsengang des aus MAN und Scania bestehenden Lkw-Konzerns Traton ins eigene Portfolio übernommen. 2024 kam Everllence mit 15.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro.