BASF zeigt sich für 2026 vorsichtig

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++ ARCHIVBILD ++ BASF-Umsatz schrumpfte 2025 auf knapp 59,7 Mrd. Euro
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Der Chemiekonzern BASF geht vorsichtig in das laufende Jahr. "Aus heutiger Sicht rechnen wir kurzfristig weder mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage", so Unternehmenschef Markus Kamieth am Freitag. Mit einer schrittweisen Erholung werde aber später und vor allem 2027 gerechnet. Es gebe hierfür erste vielversprechende Anzeichen. Der Start ins Auftaktquartal habe sich allerdings wie erwartet herausfordernd gestaltet.

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Im Jänner hätten sich Mengen außer in China schwach entwickelt. Zudem könnte der schwache US-Dollar allein im ersten Quartal das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) um bis zu 200 Mio. Euro belasten. An der Börse kam der Ausblick schlecht an. Die Aktie hab kurz nach dem Handelsstart um rund drei Prozent nach.

Für 2026 peilt BASF für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Mrd. und 7,0 Mrd. Euro an, wie der Dax-Konzern zur Vorlage von endgültigen Resultaten für 2025 mitteilte. Damit könnte das Ergebnis bis zu sechs Prozent zulegen, aber auch bis zur gleichen Höhe zurückgehen. 2025 fiel der operative Gewinn um 9,5 Prozent auf knapp 6,6 Mrd. Euro.

Der freie Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) soll im laufenden Jahr zwischen 1,5 Mrd. und 2,3 Mrd. Euro betragen, nach rund 1,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Beim operativen Ergebnis rechnen Analysten mit dem oberen Ende der Prognosespanne, beim freien Mittelfluss haben sie etwas mehr auf den Zetteln.

Die Dividende für 2025 will der BASF-Vorstand mit 2,25 Euro je Aktie stabil halten. BASF hatte bereits im Jänner Eckdaten bekanntgegeben.

BASF leidet wie die gesamte Branche seit einiger Zeit unter einer Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Neben der mauen Konjunktur belastet die US-Zollpolitik. Beim Chemieriesen laufen deshalb Sparprogramme. Diese will das Unternehmen weiter vorantreiben.

Bis Ende 2025 habe BASF bereits die Kosten um rund 1,7 Mrd. Euro gesenkt und damit um 100 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant, erläuterte Finanzchef Dirk Elvermann. Bis Ende 2026 soll nun die jährliche Kosteneinsparung bei 2,3 Mrd. Euro liegen. Zuvor hatte das Unternehmen 2,1 Mrd. Euro als Ziel angegeben. Im Gegenzug fallen insgesamt 1,9 Mrd. Euro an Einmalkosten an, statt bisher geplanter 1,8 Mrd. Euro.

Zu den Sparprogrammen gehört auch der Abbau von Stellen. Zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 sei die Zahl der Mitarbeiter um 4.800 zurückgegangen, sagte Elvermann. Etwa die Hälfte davon entfalle auf Deutschland, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage. Ende 2025 beschäftigte BASF knapp 108.300 Mitarbeiter. Sparen will BASF aber auch mit geringeren Investitionen.

2025 schrumpfte der Umsatz wie bereits bekannt um knapp drei Prozent auf knapp 59,7 Mrd.. Zwar stieg der Absatz leicht. Doch niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte belasteten.

Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn von 1,3 Mrd. auf 1,6 Mrd. Euro. Neben einem Sonderertrag aus dem Verkauf des Geschäfts mit Baufarben an den US-Konzern Sherwin-Williams profitierte BASF vor allem von einer Zahlung des Bundes aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA. 2025 erhielt BASF laut dem Finanzchef Elvermann rund 900 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2026 sollen noch weitere rund 800 Mio. Euro fließen.

Neben den Sparbemühungen passt BASF seit einiger Zeit sein Portfolio an. Insgesamt will sich das Unternehmen von einem breit aufgestellten, integrierten Chemiekonzern mit vielen vernetzten Geschäftsfeldern zu einem Unternehmen mit einem Kerngeschäft aus vier Sparten und mehreren eigenständigen Geschäftsteilen entwickeln.

Zum Kerngeschäft zählt das Management künftig die Bereiche Chemicals mit Basischemikalien und Zwischenprodukten, Materials mit modernen Werkstoffen und Vorprodukten, Industrial Solutions mit Harzen, Additiven und Elektronikmaterialien sowie Nutrition & Care mit Produkten für die Lebens- und Futtermittelbranche sowie Inhaltsstoffen für Pharma-, Kosmetik- und Reinigungsprodukte.

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