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Das über die Plattform gehandelte Brutto-Warenvolumen (GMV) sei 2025 nach vorläufigen Berechnungen um neun Prozent auf 49,2 Milliarden Euro gewachsen, teilte Delivery Hero mit. Der Konzernumsatz habe um rund 23 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro zugelegt. Der operative Gewinn liege bei über 900 Millionen Euro. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten für GMV und Erlöse Werte von 49,53 beziehungsweise 14,92 Milliarden Euro prognostiziert. Die Entwicklung des vierten Quartals blieb ebenfalls hinter den Vorhersagen zurück. Das GMV wuchs um knapp acht Prozent auf 12,4 Milliarden Euro und der Konzernumsatz um etwa 21 Prozent auf 3,88 Milliarden Euro.
Zu einem möglichen Verkauf von Geschäftsbereichen machte Delivery Hero keine Angaben. Medienberichten zufolge erhöhen einige aktivistische Aktionäre den Druck auf das Management. Nach den Kursverlusten der vergangenen Monate stehe auch ein Komplettverkauf des Berliner Unternehmens zur Debatte. Im vergangenen Jahr übernahm die "Wolt"-Mutter DoorDash den Rivalen Deliveroo. Der Technologie-Investor Prosus verleibte sich den "Lieferando"-Betreiber Just Eat Takeaway ein.
Gleichzeitig wächst der Regulierungsdruck auf die Branche. In Italien verpflichtete ein Gericht die Essenslieferanten Foodinho und Deliveroo dazu, die Arbeitsbedingungen ihrer Lieferfahrer neu zu regeln. Die Unternehmen sollen diese Beschäftigten ausgebeutet haben. Foodinho gehört zur spanischen Delivery Hero-Tochter Glovo.