
von
Von August auf September zogen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent an. Ökonomen hatten damit gerechnet.
Preistreiber ist vor allem der teure Sprit: Vor den Zwischenwahlen am 3. November setzen die infolge des Iran-Krieges gestiegenen Kraftstoffpreise die Republikaner von US-Präsident Donald Trump unter Druck und gefährden ihre Mehrheit im Kongress. Trump war im Jänner 2025 mit dem Versprechen ins Weiße Haus zurückgekehrt, die Inflation einzudämmen. Zugleich hat er die unabhängige Notenbank immer wieder vergeblich zu Zinssenkungen aufgefordert.
Diese stemmte sich allerdings im September mit der ersten Zinserhöhung im laufenden Jahr gegen den anhaltenden kräftigen Preisauftrieb. Aus der Federal Reserve kommen unterschiedliche Signale mit Blick auf den weiteren Kurs. Die Fed habe vor einem weiteren Schritt nach oben Zeit, abzuwarten, wie sich die Finanzmärkte und die Wirtschaft entwickelten, sagte Fed-Direktorin Michelle Bowman. Die Chefin des Fed-Bezirks Boston, Susan Collins, hatte zuvor erklärt, die US-Notenbank müsse ihrer Ansicht nach die Zinsen noch vor Jahresende erneut anheben, um die hohe Inflation zu drücken.