US-Börsen zur Eröffnung weiter erholt

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Vor Zahlen des KI-Champs Nvidia
 © APA/APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
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Die US-Börsen haben ihre Erholungsgewinne vom Vortag am Mittwoch ausgebaut. Ein wenig Erleichterung herrschte, da die Rede an die Nation vom US-Präsidenten Trump am Vorabend keine neuen Hiobsbotschaften gebracht hatte. Vorsichtig bleiben die Anleger gleichwohl, denn nachbörslich wird KI-Champion Nvidia seine Quartalszahlen vorlegen und wohl auch einen Ausblick auf das neue Jahr geben.

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Der Dow Jones Industrial stand rund eine halbe Stunde nach Handelsbeginn um 0,26 Prozent höher auf 49.300,97 Punkten. Der marktbreite S&P-500 gewann 0,56 Prozent auf 6.928,73 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 1,16 Prozent auf 23.127,89 Einheiten hinauf.

Während seiner Rede am Vorabend hatte Präsident Donald Trump die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs gegen seine Zölle als "bedauerlich" kommentiert. Nach dem Urteil hatte Trump direkt angekündigt, andere Wege für seine Zollpolitik nutzen zu wollen und dann neue Zölle auf einer neuen Rechtsgrundlage angekündigt. Wie erfolgreich das sein wird, ist offen, doch laut Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank nimmt das Gerichtsurteil Trump ein zentrales Werkzeug seiner politischen Agenda aus der Hand: die Fähigkeit, permanente Zölle spontan aktivieren oder deaktivieren zu können.

Deutlich wichtiger für die Märkte sind am Mittwoch allerdings die nach Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen von Nvidia. Dort steht die Frage im Mittelpunkt, ob die hohen Investitionen in KI-Trainingszentren weiter bestehen. "Angesichts der hohen Erwartungen werden Anleger heute Abend in Nvidias Bilanz versuchen, das sprichwörtliche Haar in der Suppe zu finden", schrieb Stanzl. Im Kontrast dazu richtet sich der Blick bei den ebenfalls nach Handelsende anstehenden Ergebnissen von Salesforce darauf, wie stark KI etablierte Geschäftsmodelle unter Druck setzt - die Aktie war zuletzt gerade wegen dieser Sorgen deutlich gefallen.

Zuvor allerdings standen noch Quartalsberichte von Firstsolar oder Workday auf der Agenda sowie auch von Axon und der Cava Group. Das Photovoltaik-Unternehmen Firstsolar enttäuschte vor allem mit seinem Umsatzausblick für 2026, was der Aktie ein Minus von 12 Prozent einbrockte. Für Workday ging es zugleich um 3,4 Prozent abwärts. Der Anbieter von Cloud-Software für das Finanz- und Personalwesen enttäuschte mit seinen Quartalsumsätzen aus Abonnements, woraufhin erneut allgemeine KI-Sorgen bei den Anlegern aufflammten.

Axon Enterprise indes gewannen 19 Prozent, denn der Sicherheitsspezialist und Hersteller der Elektroschockpistole Taser übertraf mit seinem Quartalsgewinn je Aktie die Erwartungen. Für Cava Group ging es unterdessen um 20 Prozent nach oben, denn die Schnellrestaurantkette überzeugte trotz schwieriger Bedingungen mit einem optimistischen Ausblick.

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