US-Börsen zur Eröffnung uneinheitlich, KI-Aktien schwächer

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'WSJ': KI-Entwickler OpenAI verfehlt Ziele
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Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Für den Auswahlindex Nasdaq Composite ging es im frühen Handel um 0,88 Prozent auf 24.667,41 Einheiten hinab. Auslöser der Verluste ist ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI.

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Der Leitindex Dow Jones Industrial legte dagegen 0,17 Prozent auf 49.249,68 Punkte zu. Hier sorgte die Quartalsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung. Der S&P 500 gab um 0,49 Prozent auf 7.138,57 Punkte nach, in dem marktbreiten Index sind die schwachen KI-Aktien schwer gewichtet.

Dem "Wall Street Journal" zufolge hat OpenAI geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können. Finanzchefin Sarah Friar habe daher den Chefs anderer Unternehmen ihre Sorge mitgeteilt, die Mittel für zukünftige Computing-Verträge womöglich nicht aufbringen zu können, so die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im frühen Handel sackten Oracle und die Papiere des Cloud-Computing-Anbieters Coreweave jeweils um rund vier Prozent ab. Auch die Papiere von Halbleiterherstellern, die große Daten- und Rechenzentren mit ihren Hightech-Komponenten ausstatten, wurden von dem Bericht in Mitleidenschaft gezogen. So verloren die am Vortag noch auf ein Rekordhoch gestiegenen Nvidia-Aktien gut 2,3 Prozent.

Dazu schürten die erneut deutlich steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg Konjunktur- und Inflationsängste. Ein daraus resultierender Anstieg der Zinsen würde auch die Finanzierungskosten der Tech-Unternehmen in die Höhe treiben. Mit den geldpolitischen Entscheidungen mehrerer großer Notenbanken gewinnt das Zinsthema in dieser Woche besondere Brisanz. Ökonomen gehen wegen des durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfelds überwiegend davon aus, dass auch die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch zum dritten Mal in Folge nicht verändern wird.

Am Dienstag sorgten zudem Geschäftszahlen einiger Unternehmen für Kursbewegungen. So sackten die schon zuletzt schwachen Aktien von Spotify um mehr als 14 Prozent ab. Der Streamingdienst legte einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise hinter den Erwartungen zurück.

Bei UPS stand ein Kursrückgang um knapp fünf Prozent zu Buche. Der Logistikkonzern schlug sich im vergangenen Quartal ergebnisseitig besser als erwartet. Er bezeichnete den Jahresauftakt als entscheidende Übergangsphase mit der Umsetzung strategischer Maßnahmen für eine Rückkehr zum Wachstum. Überzeugen konnte das die Anleger aber ebenso wenig wie der bestätigte Ausblick.

General Motors (GM) hob dank eines Gerichtsurteils zu den US-Einfuhrzöllen die Jahresprognose für das bereinigte operative Ergebnis an, kürzte jedoch wegen Sonderkosten für die zurechtgestutzte Elektroauto-Strategie sein Ziel für das Ergebnis je Aktie zusammen. Die Aktie trat auf der Stelle.

Der Getränkekonzern Coca-Cola startete auf vergleichbarer Basis besser als gedacht ins Jahr, was die Aktien um gut fünf Prozent steigen ließ.

Auch der Lack- und Farbenhersteller Sherwin-Williams übertraf die Erwartungen für das erste Quartal. Die Anteilsscheine fielen dennoch um 0,5 Prozent.

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