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Der Dow Jones verlor kurz nach Sitzungsauftakt 0,43 Prozent auf 49.290,16 Einheiten. Der S&P-500 reduzierte sich um 0,17 Prozent auf 6.954,24 Punkte und der technologielastige Nasdaq Composite ermäßigte sich ebenfalls um 0,17 Prozent auf 23.630,89 Punkte.
Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. "Damit ist eine weitere Eskalationsstufe der Bemühungen von US-Präsident Trump erreicht, die Fed nach seinen Wünschen umzugestalten", hieß es am Montag in einem Kommentar der DZ Bank. Trump fordert seit langem mit Nachdruck eine schnellere Senkung des Leitzinses.
Trump hinterlässt am Montag bei Aktien aber auch anderweitig seine Spuren: Die Papiere von Kreditkartenanbietern gerieten unter Druck, mit Verlusten zwischen 2,2 und 4,1 Prozent bei Mastercard, Visa und American Express. Der US-Präsident fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Aktien aus der Bankenbranche, in der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Branchen-Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, bewegten sich 1,3 Prozent tiefer. Bei der Citigroup war der Abschlag mit 2,8 Prozent etwas größer.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die 1,8 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst in den technologielastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google-Mutterkonzern Alphabet, um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
1,4 Prozent schwächer entwickeln sich im Frühgeschäft die in den USA gehandelten Aktien des Sandalenherstellers Birkenstock, der seine Anleger mit den Eckdaten zum ersten Geschäftsquartal enttäuschte. Laut dem Experten Luca Solca von Bernstein Research verfehlten diese die Markterwartungen. Er glaubt, dass dies die Sorgen der Anleger noch vergrößert.
Verluste von 2,2 Prozent gab es im Gesundheitssegment beim Krankenversicherer UnitedHealth zu verbuchen. Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um 7,5 Prozent gab es hingegen beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals, der laut dem Barclays-Fachmann Glen Santangelo einen "beeindruckenden Ausblick" abgelieferte.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT