US-Börsen zur Eröffnung mit moderaten Abgaben erwartet

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Vor Ende von Trumps Iran-Ultimatum
 © AFP, CHARLY TRIBALLEAU, Apa
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Die US-Börsen dürften am Dienstag ihre Erholungsgewinne vom Montag wieder weitgehend abgeben. Im Fokus steht die Forderung der USA an den Iran, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwoch um 2.00 Uhr (MESZ) ab.

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"Ein Scheitern der Verhandlungen und eine neue heftige Angriffswelle könnten neue Schockwellen durch die Märkte schicken", befürchtet Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Doch während die Ölpreise steigen und der Juni-Kontrakt für ein Fass Brent-Öl dem März-Hoch bei etwas über 112 US-Dollar nicht mehr allzu fern ist, erscheinen die Aktien-Anleger noch relativ gelassen.

Die Indikation des Brokers IG für den Dow Jones Industrial ist leicht negativ. Der bekannteste Wall-Street-Index wird rund eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt 0,3 Prozent tiefer bei 46.530 Zählern erwartet. Der technologielastige Nasdaq 100 dürfte mit minus 0,5 Prozent bei 24.065 Punkten starten.

Bisher reagierte die iranische Militärführung mit Spott auf Trumps bekräftigte Warnung einer "völligen Zerstörung" aller iranischen Kraftwerke und Brücken. Der Iran meldete unterdessen Explosionen auf der Insel Kharg im Persischen Golf, die vom US-Militär bereits Mitte März aus der Luft angegriffen worden war.

Unter den Einzelwerten aus dem Dow könnten UnitedHealth einen Blick wert sein sowie auch Aktien von Konkurrenten wie Humana oder CVS Health. Die Aktien der drei im US-Krankenversicherungsbereich tätigen Unternehmen legten vorbörslich zwischen 6,3 und 10,3 Prozent zu. Das Medicare-Programm wird privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Jänner vorgeschlagenen Sätzen ist.

Für Broadcom ging es vorbörslich um 3,0 Prozent hoch. Alphabet gewannen 0,1 Prozent. Der Hersteller von Halbleitern und Infrastruktur-Software gab eine Vereinbarung mit Alphabet bis 2031 zur Entwicklung und Lieferung von TPUs für zukünftige Generationen bekannt sowie einen aktualisierten Vertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic.

Damit macht Broadcom Nvidia zunehmend Konkurrenz, deren Aktie 1,4 Prozent einbüßte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis ist für Broadcom nun die TPU-Nachfrage auf absehbare Zeit "effektiv abgesichert". Obwohl es keine genauen Zahlen gebe, dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz - voraussichtlich im Bereich von 200 Milliarden Dollar - garantieren, was ein starker und nachhaltiger Marktanteil wäre.

Ansonsten dürften Umstufungen bewegen. So empfiehlt die UBS die Aktie von Morgan Stanley zum Kauf mit einem leicht auf 196 angehobenen Kursziel. Laut Analystin Erika Najarian ist die Profitabilität der US-Bank erstklassig. Die jüngste Marktschwäche, ausgelöst durch den Iran-Krieg, aber auch wegen Bedenken in Sachen privater Kredite und die Umwälzungen durch KI, böten eine Kaufgelegenheit, schrieb sie. Die Aktie stieg um 0,3 Prozent.

Morgan Stanley wiederum senkte Arm Holdings von "Overweight" auf "Equal-weight", auch wenn das Kursziel von 135 auf 150 Dollar angehoben wurde. Die Pläne des Chipdesigners, eigene Chips zu verkaufen, bergen Risiken und zudem könnte dies Vertriebskonflikte mit einigen seiner Lizenznehmer verursachen, hieß es. Für Arm Holdings ging es um 3,2 Prozent abwärts.

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