US-Börsen zur Eröffnung mit Abgaben

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Iran-Hoffnung schwindet
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, SPENCER PLATT, APA
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Nach der Erholung zu Wochenbeginn ist es an den US-Börsen am Dienstag zunächst wieder bergab gegangen. Im frühen Handel sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,82 Prozent auf 45.828,40 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,82 Prozent auf 6.527,02 Zähler und der technologielastige Nasdaq Composite 0,98 Prozent auf 21.730,79 Punkte.

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Am Montag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt. Trump verschob ein Ultimatum an den Iran und sprach von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner. Dass der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend dementierte, gab der Euphorie unter den Anlegern zunächst nur einen kleinen Dämpfer.

Doch schon einen Tag später überwog angesichts der anhaltenden Kämpfe erneut die Skepsis am Markt. Dies zeigten auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Der Goldpreis setzte seinen Abwärtstrend den zehnten Tag in Folge fort.

"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank die Lage. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.

Wie Stanzl gibt es derzeit an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten allerdings so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen.

Unter den Einzelwerten legte die Aktie der Jefferies Financial Group um gut vier Prozent zu. Die "Financial Times" berichtete, dass die japanische Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) an Plänen für eine mögliche Übernahme der US-Bank arbeitet.

Estee Lauder fielen dagegen um sieben Prozent und setzten damit die schwache Entwicklung des Vortages fort. Da war bekannt geworden, dass der Kosmetikkonzern mit seinem spanischen Konkurrenten Puig über einen Zusammenschluss verhandelt.

Netgear sprangen um gut 15 Prozent hoch, nachdem die US-Telekommunikationsaufsicht (FCC) ein Importverbot für neue Modelle ausländischer WLAN-Router für Endverbraucher verhängt hat. Hintergrund sind dem Vernehmen nach Sorgen vor Cyberangriffen aus China. "Obwohl China in der Anordnung nicht namentlich erwähnt wird, ist die Richtung klar, und die Latte für die künftige Vorgehensweise der USA im Umgang mit vernetzten Geräten wird höher gelegt", sagte Craig Singleton, Experte bei der US-Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies (FDD).

Um 0,3 Prozent ging es zudem für Ralph Lauren nach oben, denn die Citigroup empfiehlt die Aktie des Modedesigners nach einem neutralen Anlageurteil nun zum Kauf. Analyst Paul Lejuez verwies auf die Anstrengungen zur Markenstärkung, was zu einer starken Geschäftsentwicklung beigetragen habe. Das laufende vierte Geschäftsquartal 2025/26 dürfte ihm zufolge die Erwartungen übertreffen. Er hob zudem auch seine Schätzungen für das neue Geschäftsjahr 2026/27 an.

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