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Der Dow Jones gab etwa eine halbe Stunde nach Sitzungsstart 0,51 Prozent auf 50.917 Punkte nach. Der breit gefasste S&P-500 legte leicht um 0,15 Prozent auf 7.734 Einheiten zu und beim technologielastigen Nasdaq Composite gab es ein Plus von 0,49 Prozent auf 27.323 Punkte zu sehen.
Eskalierende Schulproteste in Frankreich, die Sorgen vor einer zunehmenden politischen Instabilität schüren, sowie die hohe Verschuldung des Euro-Landes, das sich zu einem unpopulären Sparkurs durchgerungen hat, hatten zuletzt deutlich Druck auf den Markt für Staatsanleihen gebracht. Vor allem Schulden anfälligere Länder der Euroregion sind betroffen. Zum Wochenbeginn spitzte sich nun die Lage in Spanien zu, denn der linke Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte angesichts zunehmender sozialer Proteste wegen der Wohnungskrise vorgezogene Neuwahlen an.
Im Fokus bleibt aber vor allem die Zinspolitik der US-Notenbank und damit auf Konjunkturdaten. In den Blick rückt im Verlauf der ISM-Index des Servicesektors in den USA.
"Die Vorgaben sind uneinheitlich und so sollte ein kleiner Rückgang des ISM-Serviceindexes nicht überraschen, ähnlich wie beim ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes", schrieben die Analysten der Landesbank Helaba. "Auf dem erwarteten Niveau von 55 Punkten läge der Serviceindex aber weiterhin deutlich im Wachstumsbereich, sodass sich die Perspektive für die US-Wirtschaft insgesamt kaum verändert." Akteure an den Finanzmärkten sollten also nicht daran zweifeln, dass die US-Notenbank im Ringen mit einer erhöhten Inflation die Zinsen weiter anheben wird.
Unter den "Magnificent 7" dürften Nvidia einen Blick wert sein. Die Aktie des KI-Chipherstellers legte unter den Favoriten der sieben größten Techkonzerne aus den USA um 1,5 Prozent zu. Der taiwanesische Nvidia-Partner Hon Hai hatte einen besser als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz gemeldet, was auf fortgesetzt hohe Investitionen in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) hindeutet.
Das Papier des KI-Chipentwicklers Cerebras Systems stieg um mehr als acht Prozent. Sam Altman, Vorstandschef von OpenAI hatte gesagt, dass das Unternehmen ein "enger Partner" von OpenAI sei und beide Firmen "intensiv daran arbeiten, die Grenzen der Geschwindigkeit zu verschieben".
Intel dagegen büßten 2,5 Prozent ein. Börsianer verwiesen auf den aktuellen Newsletter "Culpius" des ehemaligen Bloomberg-Kolumnisten Tim Culpan, der für die Nachrichtenagentur über Technologie in Asien berichtet hatte. Culpan schrieb unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass der taiwanesische Chiphersteller TSMC eine mögliche Zusammenarbeit mit dem von Elon Musk initiierten Halbleiterprojekt Terafab prüfe.
Zudem sprang die PTC-Aktie um fast 35 Prozent nach oben, da der französische Elektrotechnikkonzern Schneider Electric eine verbindliche Übernahmevereinbarung über den Zukauf des Softwareunternehmens unterzeichnete.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH