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US-Börsen nach Arbeitsmarktbericht etwas höher

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Arbeitslosenquote niedriger als erwartet, Neueinstellungen enttäuschen
 © APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT
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Die US-Börsen haben am Freitag nach der Publikation des mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichtes der weltgrößten Volkswirtschaft den Handel mit etwas höheren Aktienkursen aufgenommen. Die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach gemischten Daten vom US-Arbeitsmarkt hat die Wall Street nahe an ihre jüngsten Rekordmarken getrieben, hieß es von Experten.

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Der Dow Jones gewann dünne 0,02 Prozent bei 49.276 Einheiten. Der S&P-500 verbesserte sich um 0,20 Prozent auf 6.935 Einheiten. Der Nasdaq Composite steigerte sich um moderate 0,10 Prozent auf 23.504 Punkte.

Analysten bewerteten den Arbeitsmarktbericht skeptisch. "Nur ein schwaches Beschäftigungsplus. Die Zahl der netto neu geschaffenen Stellen blieb hinter den Erwartungen zurück und so festigt sich das Bild, wonach der US-Arbeitsmarkt deutlich an Dynamik verloren hat. Gleichwohl ist die Arbeitslosenquote stärker als erwartet gesunken. Das Niveau ist im historischen Vergleich niedrig", schrieb der Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen in einer ersten Einschätzung.

Zuletzt hatte die Politik des US-Präsidenten Donald Trump wieder für Bewegungen gesorgt und dies setzte sich am Freitag fort. Er ordnete einen massiven Ankauf von Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar an, um damit Immobilienkredite günstiger zu machen. Einige Einzelwerte profitierten davon: Darunter die Titel des Hypothekengebers Rocket Companies, die gut fünf Prozent zulegten.

Auch eine Übernahme sorgte für Gesprächsstoff. Wie die "Financial Times" berichtet, will der Pharmariese Merck & Co den Krebsmittelspezialisten Revolution Medicines übernehmen. Dessen Aktien zogen nochmals um fast sechs Prozent an, nachdem sie ihren Rekordlauf in den vergangenen beiden Handelstagen schon deutlich beschleunigt hatten. Die Merck-Titel verbesserten sich um 1,2 Prozent. Als Kaufpreis ist in dem Bericht von 28 bis 32 Milliarden Dollar die Rede.

Einen Blick wert sind noch die Aktien von General Motors: Im Frühhandel büßten sie 3,1 Prozent ein, nachdem der Autobauer hohe Abschreibungen auf seine Elektroautos bekanntgegeben hatte. Diese kosteten den Konzern im vierten Quartal rund sechs Milliarden Dollar. Hinzu kommen gut eine Milliarde an Sonderkosten für den Umbau in China. Analyst Dan Levy sah darin aber keine wirkliche Überraschung. Vom Rivalen Ford hatte es auch schon eine hohe Abschreibung gegeben.

Die Aktien von Southwest Airlines profitieren mit 3,9 Prozent Plus davon, dass die US-Bank JPMorgan mit ihrer Einschätzung umschwenkt. Die Titel der Fluggesellschaft wurden vom Analysten Jamie Baker gleich doppelt auf "Overweight" hochgestuft. Er hält es für möglich, dass der Ausblick auf das Jahr 2026 die Markterwartungen sehr deutlich in den Schatten stellen wird.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT

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