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Der marktbreite S&P 500 legte um 0,47 Prozent auf 6.964,82 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Composite stieg um 0,90 Prozent auf 23.238,67 Punkte. Technologiewerte hatten es in den vergangenen Tagen tendenziell schwerer als Standardwerte, Anleger schichteten vor allem aus Sorge vor zu hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) in traditionellere Werte um.
"Wochenlang tendierte das US-Index-Flaggschiff Dow Jones unterhalb der magischen Marke von 50.000 Punkten seitwärts, blieb aber immer in Schlagdistanz zu einem Ausbruch. Der ist am Freitag endlich gelungen", schrieb Analyst Ronald Gehrt vom Broker Lynx. Nun seien die kommenden Tage entscheidend. Sollte der Dow wieder deutlich unter die runde Marke fallen, "brennt hier etwas an". Zumal zuletzt vor allem solche Aktien nachgefragt worden seien, die von einem breiten Wachstum der US-Wirtschaft profitieren dürften. Das jedoch sei "so aber gar nicht existent", warnte der Experte.
Wie es um die Wirtschaft bestellt ist, dürften zur Wochenmitte der verspätete Arbeitsmarktbericht für Jänner sowie am Ende der Arbeitswoche die Inflationsdaten zeigen. Beide Veröffentlichungen sind mit Blick auf die Zinsentwicklung wichtig.
Unter den "glorreichen Sieben", den sieben größten und bedeutendsten Tech-Konzernen in den USA, gewannen am Montag Nvidia 2,4 Prozent und knüpften an ihre Erholung vom Freitag an. Microsoft erholten sich mit plus 3,1 Prozent weiter. Im Minus notierten hingegen Apple und Amazon. Die Aktien des Online-Handelsgiganten und Cloud-Anbieters hatten am Freitag - wie am Tag zuvor bereits Alphabet - unter der Ankündigung milliardenschwerer Investitionen in den Megatrend Künstliche Intelligenz (KI) gelitten.
Im Tech-Bereich standen zudem Oracle mit einem Plus von fast zehn Prozent im Fokus. Auch hier setzte sich die Erholung fort, gestützt von einer Hochstufung durch das Investmenthaus D.A. Davidson. Es strich seine neutrale Einschätzung für die Aktien des Software-Entwicklers und empfiehlt sie stattdessen zum Kauf.
Eli Lilly gaben 1,3 Prozent nach, während Hims & Hers um 16 Prozent einbrachen. Das Telemedizinunternehmen hat eine Nachahmer-Kopie der Abnehmpille Wegovy des dänischen Diabetesspezialisten Novo Nordisk zurückgezogen. Die Konkurrenz durch eine günstigere Pille von Hims & Hers sei damit vom Tisch, sagte Analyst James Gordon von der Barclays Bank. Eli Lilly hat mit Zepbound wie Novo Nordisk ebenfalls ein Abnehmmittel auf dem Markt.
Für die Aktien von Kroger ging es um 3,9 Prozent nach oben. Der Lebensmittelhändler hat mit sofortiger Wirkung den ehemaligen Walmart-Chef Greg Foran zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zudem bestätigte Kroger die Jahresziele für 2025.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS