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Europäische Staats- und Regierungschefs erörtern inzwischen mögliche Gegenmaßnahmen. In den USA könnte der Oberste Gerichtshof ein Urteil über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen fällen.
Rund eine Viertelstunde nach Sitzungsbeginn notierte der Dow Jones Industrial 1,21 Prozent leichter bei 48.762 Punkten. Für den marktbreiteren S&P-500 ging es 1,23 Prozent hinab auf 6.851 Zähler, während der technologielastige Nasdaq Composite 1,59 Prozent auf 23.143 Einheiten einbüßte. Unter Druck kamen zudem die Kurse von US-Staatsanleihen sowie der US-Dollar.
Nach einem kräftigen Ergebnisplus im vergangenen Jahr will der US-Mischkonzern 3M seine Gewinnentwicklung 2026 noch weiter beschleunigen. Für die neue Zwölfmonatsperiode hat sich das Management um Konzernchef William Brown vorgenommen, den bereinigten Gewinn im besten Fall um rund 8 Prozent zu steigern. Analysten hatten aber in der Mitte der Spanne mehr erwartet. Folglich ging es für die lange Zeit stark gelaufene Aktie um rund vier Prozent abwärts.
Der Streaming-Anbieter Netflix legt im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers nach. Das Unternehmen will sein bisheriges Gebot von knapp 83 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner jetzt komplett in bar bezahlen. Bisher sollten die Warner-Aktionäre einen Teil der Summe in Netflix-Aktien erhalten. Konkurrent Paramount bietet hingegen gut 108 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Brothers-Konzern, einschließlich der dazugehörigen Fernsehsender wie CNN. Die Papiere von Netflix stiegen um 0,9 Prozent, während die Warner-Titel 0,7 Prozent verloren und jene von Paramount 1,5 Prozent einbüßten.
JP Morgan fielen branchenkonforme 1,7 Prozent. US-Präsident Donald Trump will die US-Großbank verklagen. In den nächsten beiden Wochen werde er die Klage einreichen, kündigte der Republikaner am Wochenende auf der Plattform Truth Social an. Als Grund nannte Trump, die Bank mit Hauptsitz in New York habe ihm nach den Protesten vom 6. Jänner "fälschlicherweise und unangemessen" das Konto gekündigt. Er legte dafür keine Beweise vor.
Die Anteilsscheine der Edelmetall-Produzenten Newmont und Agnico Eagle Mines verteuerten sich um 3,1 beziehungsweise 4,7 Prozent. Sie profitierten von neuen Rekordhochs bei den Gold- und Silberpreisen. Die Edelmetalle sind angesichts der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und Trumps Zoll-Drohungen als "sichere Häfen" derzeit stark gefragt.
Die Aktien von Rapt Therapeutics wurden um knapp 64 Prozent auf 57,50 US-Dollar nach oben katapultiert, nachdem der britische Pharmakonzern GSK die Übernahme des US-Biotech-Unternehmens angekündigt hatte. GSK bietet den Rapt-Aktionären 58 Dollar je Aktie, was einem Firmenwert von 2,2 Milliarden Dollar entspricht.