UniCredit-Chef rechnet mit tiefen Änderungen im Bankensektor

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UniCredit will Milliardensummen an Aktionäre ausschütten
 © APA/APA/AFP/MIGUEL MEDINA
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Der Chef der Bank-Austria-Mutter UniCredit, Andrea Orcel, rechnet in den kommenden Jahren mit tiefgreifenden Veränderungen im europäischen Bankensektor. "Das Wettbewerbsumfeld wird sich dramatisch verändern, und wir müssen darauf vorbereitet sein", sagte Orcel. Einige Banken werden sich laut Orcel zusammenschließen, andere nicht. "Im Jahr 2030 wird es weniger Banken geben. Europa braucht größere und stärkere Geldhäuser", sagte der Römer im Interview mit Bloomberg TV.

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Mit dem neuen Strategieplan "Unlimited" verfüge Unicredit über ausreichend Kapital, um sowohl organisch als auch durch Übernahmen zu wachsen, sagte Orcel. Zur Beteiligung an der Commerzbank erklärte er, Unicredit habe "Respekt vor der Commerzbank" und sei mit dem Beitrag der Beteiligung zufrieden.

Zu seiner persönlichen Zukunft erklärte Orcel, es liege bei den Aktionären, zu entscheiden, ob er über 2030 hinaus UniCredit-Vorstandschef bleiben werde. Er sei über seinen Auftrag "begeistert". "Ich denke, dass für mich und mein Team nach dem Beginn eines gemeinsamen Weges mit dem Strategieplan 'Unlocked', mit dem wir weit mehr erreicht haben, als wir erwartet hätten, nun eine neue Etappe beginnt. Ich glaube, dass bei UniCredit jeder begeistert und motiviert ist, die neuen Ziele zu erreichen, und ich wünsche mir, dass das so bleibt. Andere Pläne habe ich nicht", fügte der Manager hinzu.

UniCredit will ihre Gewinne in den kommenden Jahren weiter nach oben treiben und Milliardensummen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten. Bis zum Jahr 2028 soll der bereinigte Überschuss auf 13 Mrd. Euro klettern, teilte das Geldhaus am Montag in Mailand mit. Für das laufende Jahr nimmt sich UniCredit-Chef Orcel bereits 11 Mrd. Euro vor.

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