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Vorstandschef Roy Jakobs hatte bereits im Dezember gewarnt, dass die im Frühjahr 2025 eingeführten US-Zölle Philips 2026 fast doppelt so stark belasten dürften wie im vergangenen Jahr, in dem sie den Konzern 150 bis 200 Mio. Euro kosteten. Sie drücken trotz anhaltender Sparprogramme auf die Margen. In China zentralisiert die Regierung den Einkauf in vielen Bereichen des Gesundheitswesens, auch um die Korruption in der Branche einzudämmen. Davor hatte auch der Erlanger Medizingeräte-Hersteller Siemens Healthineers gewarnt, der in vielen Bereichen mit Philips konkurriert.
Im abgelaufenen Jahr steigerte Philips den Umsatz auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 17,8 Mrd. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITA) verbesserte sich auf 2,20 (2024: 2,08) Mrd. Euro, die operative Umsatzrendite stieg von 11,5 auf 12,3 Prozent. Philips erklärte, man habe 800 Mio. Euro an Einsparungen realisiert. Unter dem Strich kam Philips mit einem Nettogewinn von 897 (minus 698) Mio. Euro aus der Verlustzone heraus. Jakobs soll auf der Hauptversammlung im Mai im Amt bestätigt werden.
Auf einem Kapitalmarkttag am Dienstag stellte Philips auch seine Prognosen für die kommenden drei Jahre vor. Von 2026 bis 2028 soll der Umsatz vergleichbar um etwa fünf Prozent im Jahr wachsen, die bereinigte EBITA-Marge soll bis 2028 etwa 15 Prozent erreichen. Dabei sind Produktivitätsgewinne von 1,5 Mrd. Euro eingeplant.