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"Allerdings liegt der Auslastungsgrad immer noch um über zwei Prozentpunkte unter seinem langfristigen Durchschnitt", so Wollmershäuser weiter. Dieser Durchschnitt der seit 1991 ermittelten Werte betrage 85,8 Prozent.
Besonders die Kapazitäten der Industrie sind mit 77,5 Prozent weit weniger ausgelastet als im langjährigen Schnitt (83,2 Prozent). Die niedrigsten Werte sind im Jänner laut Ifo in der Textil- (70,3) und Lederindustrie (65) zu beobachten, die höchsten in der Autoindustrie (82,3). Im Bauhauptgewerbe lag die Auslastung mit 66,6 Prozent zwar ebenfalls unter dem langjährigen Durchschnittswert (69,4) - "dieser zeitweise Rückgang ist aber aufgrund des vielerorts ungünstigen Wetters nicht verwunderlich", erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut.
Die Ifo-Kapazitätsauslastung bei Dienstleistern liegt mit 89,5 Prozent im Jänner sogar über dem langfristigen Schnitt von 88,7 Prozent. "Dies steht im Einklang mit der überwiegend positiven Lageeinschätzung der Dienstleistungsunternehmer", erläuterte Wollmershäuser.
Die deutsche Wirtschaft war im Schlussquartal 2025 um 0,3 Prozent gewachsen und hatte im Gesamtjahr um 0,2 Prozent zugelegt. Für 2026 dürften vor allem die staatlichen Mehrausgaben in Infrastruktur und Verteidigung Impulse bringen und insgesamt für rund ein Prozent Wachstum sorgen.