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Vor allem das Geschäft in China blieb schwierig und entsprechend schwächelte das Luxusgeschäft. Die Aktie fiel zum Wochenausklang deutlich. Die Lage in Asien bleibe schwierig, teilte L'Oréal mit. Dies spürt der Konzern insbesondere in seiner Luxussparte mit Marken wie Lancôme und Yves Saint Laurent. Die Ergebnisse in dem Segment verbesserten sich zwar in der zweiten Jahreshälfte, wurden jedoch weiterhin gebremst durch einen anhaltenden Rückgang im Reiseeinzelhandel in Asien. Der Umsatz der Sparte stieg um 4,5 Prozent und lag damit unter den Erwartungen.
Anleger waren enttäuscht, sie ließen die L'Oreal-Aktie am Freitagvormittag um fast 6 Prozent fallen. Die Zahlen seien durchwachsen ausgefallen, wobei vorwiegend das Wachstum enttäuscht habe, kommentierten die Analysten von Bernstein.
Die Experten von der kanadischen Bank RBC merkten an, verfehlte Erwartungen an das Umsatzwachstum im vierten Quartal seien nicht hilfreich, wenn man die vorsichtigen Aussagen der Konkurrenz und die hohen Erwartungen vor den Zahlen berücksichtige. So hatten etwa auch Estée Lauder und Coty mit ihren Ergebnissen nicht überzeugen können, ebenso wie die Parfüm- und Kosmetiksparte von Hermes.
Im Gesamtjahr stieg der Umsatz von L'Oreal um nominal 1,3 Prozent auf knapp 44,1 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Die entsprechende Marge weitete sich von 20,0 auf 20,2 Prozent aus. Unter dem Strich machten die Franzosen mit 6,13 Mrd. Euro 4,4 Prozent weniger Gewinn. Die Dividende aber soll um 20 Cent auf 7,20 Euro je Aktie steigen.