
von
"Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pattsituation am Golf hat einen herben Dämpfer erhalten." Diese Entwicklung habe an den asiatischen Märkten Stagflationssorgen verstärkt, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.
"Wie groß der Dissens innerhalb des Offenmarktausschusses derzeit ist, zeigte das Abstimmungsverhalten in dieser Sitzung", stellte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank fest. "Während die Fed zuletzt grundsätzlich eine Tendenz hin zu einer geldpolitischen Lockerung signalisierte, lehnten drei Gouverneure exakt dies nun ab."
Für die Börsen war dies eher unbefriedigend. "Der Markt kann mit all diesen Informationen wenig anfangen und preist deshalb ein, dass sich die Fed bis in den Spätsommer 2027 hinein gar nicht bewegt", folgerte Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender des Vermögensverwalters MainSky Asset Management.
Am japanischen Aktienmarkt kam es nach der Feiertagspause zu Verlusten. Der Nikkei-225 schloss 1,1 Prozent tiefer mit 59.284,92 Punkten. Auch südkoreanische Aktien schwächelten. Der rekordhoch ausgefallene Gewinn von Samsung Electronics verblasste dabei etwas hinter der geopolitischen Entwicklung - Südkorea ist ebenso wie Japan auf Ölimporte angewiesen. Samsung hatte dank des anhaltenden KI-Booms seinen höchsten Gewinn seit Unternehmensgründung erzielt.
Auch die chinesischen Börsen gaben großteils nach. Für den Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ging es um 1,3 Prozent nach unten. Der Shanghai Composite konnte hingegen ein kleines Plus von 0,1 Prozent verteidigen.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL