Google-Mutter Alphabet besorgt sich in Europa Milliarden

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Google-Mutter Alphabet braucht Geld für KI-Rechenzentren
 © APA/APA (AFP/GETTY)/JUSTIN SULLIVAN
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Der US-Technologieriese Alphabet besorgt sich laut Kreisen frisches Fremdkapital in Milliardenhöhe auch an europäischen Finanzplätzen. So bietet der Google-Mutterkonzern zum ersten Mal Anleihen in Schweizer Franken und britischen Pfund Sterling an, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete.

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Unter den Pfund-Schuldscheinen soll auch einer mit der sehr seltenen Laufzeit von 100 Jahren sein - ein sogenannter "Methusalem"-Bond. Vergangene Woche hatte Alphabet angekündigt, in diesem Jahr 175 bis 185 Mrd. US-Dollar (147,2 Mrd. bis 155,7 Mrd. Euro) für Investitionen ausgeben zu wollen und damit doppelt so viel wie 2025 - das Geld dürfte vor allem in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) fließen.

Zu den am Londoner Markt platzierten Anleihen sollen fünf Laufzeiten von 3 bis 100 Jahren gehören, wie es in dem Bericht hieß. Das Schweizer Angebot umfasse Laufzeiten von 3 bis 25 Jahre. Händler rechnen damit, dass die Angebote noch an diesem Tag bepreist werden. Wie viel Geld sich Alphabet insgesamt mit den Angeboten hereinholen will, war zunächst nicht bekannt.

Zu Beginn der Woche hatte sich der Konzern auf dem US-Kapitalmarkt 20 Mrd. US-Dollar über Anleihen ins Haus geholt, dabei gingen zwischenzeitlich Aufträge für über 100 Mrd. Dollar ein - damit lag die Nachfrage so hoch wie bei nur wenigen Unternehmensanleihen bisher. Käufer von Unternehmensanleihen, die häufig einen hohen Nennwert pro Papier haben, sind meist institutionelle Profiinvestoren wie Pensionsfonds und Kapitalanlagegesellschaften.

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