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Wie Konzernchef Gary Nagle in der Mitteilung erklärte, sei das Gesamtjahr zwar von einem "leicht tieferen bereinigten EBITDA im Jahresvergleich" geprägt gewesen. Im zweiten Halbjahr habe sich jedoch eine klar anziehende Dynamik gezeigt, und der bereinigte EBITDA sei mit 8,1 Mrd. Dollar um 49 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres gelegen. Treiber seien höhere Metallpreise sowie verbesserte Produktionsvolumina gewesen, insbesondere bei Kupfer.
Unter dem Strich resultierte für 2025 wieder ein Gewinn von 300 Mio. Dollar - im Jahr davor war es noch ein Verlust von 1,6 Mrd. gewesen. Je Aktie lag der Gewinn bei 0,03 Dollar nach -0,13 Dollar im Jahr 2024.
Das Unternehmen kündigte eine Basisausschüttung von 1,2 Mrd. Dollar an die Aktionäre an. Das entspricht 0,10 Dollar je Aktie. Zusätzlich empfiehlt der Verwaltungsrat eine weitere Ausschüttung von 0,07 Dollar je Aktie, sodass sich die Gesamtausschüttung auf 0,17 Dollar je Aktie respektive total rund 2 Mrd. Dollar belaufen soll.
Seine Produktionsziele erreichte Glencore 2025. Wie bereits Ende Jänner mitgeteilt, ging die Kupferförderung im Jahresvergleich zwar zurück, zog im zweiten Halbjahr jedoch deutlich an. Strategisch bleibt der Ausbau des Kupfergeschäfts zentral. Die Produktion soll mittelfristig von 0,85 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Projekte wie die Erweiterung der Kupfermine KCC im Kongo oder das neue Projekt Quechua in Peru sollen diesen Ausbau vorantreiben.
Die Ölproduktion sank hingegen, während sich das Kohlegeschäft insgesamt robust zeigte. Zuwächse bei Stahlkohle und Zink standen leichten Rückgängen bei Energiekohle, Nickel und Kobalt gegenüber.
Konzernchef Nagle äußerste sich bei der Präsentation der Jahreszahlen auch zu den gescheiterten Fusionsgesprächen mit Rio Tinto. "Es ging am Ende um den Wert", sagte er. Man habe sich bei der Bewertung nicht annähern können. Ein Zusammenschluss hätte einen Rohstoffkonzern mit einem Börsenwert von über 260 Milliarden Dollar geschaffen und wäre die größte Fusion der Branche gewesen.
Der Zusammenschluss sei aber keine strategische Notwendigkeit gewesen, betonte Nagle. Man hätte den Deal zwar gerne gemacht - aber nur "wenn es für beide Seiten funktioniert". Glencore verfüge auch eigenständig über ein starkes Portfolio und die "beste Pipeline an Kupfer-Wachstumsprojekten weltweit".
Gleichzeitig sieht Glencore derzeit keinen Druck von Aktionärsseite für eine Abspaltung des Kohlegeschäfts. Seit der Entscheidung 2024, die Sparte im Konzern zu belassen, habe es "null" entsprechende Forderungen gegeben.