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Derzeit ist die Lage unklar. Während US-Präsident Donald Trump trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet hatte, gingen die Kämpfe vorerst weiter. Zudem hatte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementiert, dass es Verhandlungen mit den USA gegeben habe.
Der Euro-Stoxx-50 verharrte zu Mittag mit 5.575,58 Punkten praktisch auf Vortagesniveau. Der Frankfurter DAX verlor 0,26 Prozent an Wert mit einem Stand von 22.596 Punkten. Der Schweizer SMI profitierte mit plus 0,66 Prozent auf 12.471,99 Zähler von der Stärke der defensiven Schwergewichte, während der britische FTSE-100 leicht um 0,16 Prozent auf 9.910,26 Punkte zulegte.
Zur Vorsicht mahnen auch die jüngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März verschlechtert. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berücksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte.
Stärkster Sektor in dem unspektakulären Gesamtmarkt waren die Chemiewerte. Das Schwergewicht BASF legte um 2,6 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Givaudan hinkten dagegen mit nur leichten Gewinnen von 0,4 Prozent dem Sektor hinterher. Die Deutsche Bank hatte die Aktie auf "Hold" abgestuft.
Im schwächelnden Technologiesektor gab ebenfalls ein Schwergewicht den Ton an. SAP sanken um 3,3 Prozent und reagierten damit ebenfalls auf einen Analystenkommentar. Analyst Toby Ogg von JPMorgan hatte den Wert von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich von 260 auf 175 Euro gesenkt.
Konsumwerte lagen unterdessen im Plus. Hier sorgten die Verhandlungen des US-Kosmetikkonzerns Estée Lauder und des spanischen Wettbewerber Puig Brands über einen Zusammenschluss für Aufmerksamkeit. Aktien von Puig sprangen an der Madrider Börse um fast 15 Prozent nach oben. L'Oreal gewannen 1,8 Prozent.
Im Luxussektor zogen Richemont um ein Prozent an. Die Bank of America hatte den Titel auf "Buy" angehoben. Die volatilen Aktien von Kering kletterte um zwei Prozent.
Unter den ansonsten unauffälligen Einzelhandelstiteln legten Kingfisher mit knapp einem Prozent etwas stärker zu. Die britische Einzelhandelskette habe solide Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt, hieß es von Jefferies.
Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Airbus von 210 auf 190 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Risiken wegen des Iran-Kriegs seien zwar vorhanden, aber bisher seien die Verwerfungen begrenzt, schrieb George McWhirter am Dienstag. Dabei präzisierte er, dass der Nahe Osten 11 Prozent der Lieferungen des Flugzeugbauers ausmache. In Paris gaben Airbus daraufhin 1,7 Prozent nach.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA