Europas Leitbörsen zu Mittag mehrheitlich im Plus

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Euro-Stoxx-50 plus 0,29 Prozent
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Die Anleger in Europa haben sich am Montag trotz neuer Entspannungssignale im Nahost-Krieg kaum zum Aktienkauf bewegen lassen. Zu Beginn einer wegweisenden Woche, in der wichtige geldpolitische Entscheidungen sowie eine Flut von US-Geschäftszahlen inklusive mehrerer US-Techriesen anstehen, überwog weiter die Vorsicht.

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Gegen Mittag notierte der Euro-Stoxx-50 um 0,29 Prozent höher bei 5.901 Punkten. Damit versuchte sich der Leitindex der Eurozone nach der schwachen Vorwoche immerhin an einer Stabilisierung. Der DAX stieg in Frankfurt um 0,5 Prozent auf 24.249 Punkte. Außerhalb des Euroraums kam der britische FTSE-100 mit 10.383 Punkte kaum von der Stelle kam. Der Schweizer SMI zeigte sich mit 13.168 Punkten ebenfalls fast unbewegt.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Straße von Hormuz bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der unter anderem für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße vor. Eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch nicht. Der Ölmarkt bleibt skeptisch, da laut dem Bericht der Atomstreit erst später geklärt werden soll. Gerade dieser ist aber einer der wichtigsten Punkte für Washington.

Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets verwies darauf, dass "die stark gestiegenen Energiepreise ihre Wirkung entfalten und auf das Konsumentenvertrauen in Europa abstrahlen". Dies zeigte zum Wochenstart das deutsche GfK-Konsumklima, das seinen Abwärtstrend erneut beschleunigt habe.

Im europäischen Branchenvergleich blieben die Aktien der Öl- und Gaskonzerne angesichts deutlich anziehender Preise für den wichtigen Rohstoff gefragt: Ihr Subindex im marktbreiten Stoxx Europe-600 führte die Gewinnerliste an. Damit näherte er sich weiter seinem Rekordhoch vom 8. April.

Einen Bogen machten die Investoren hingegen um defensive Branchen wie Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie die Produzenten von Konsumgütern. Unter Druck standen auch die zinssensiblen Immobilienwerte, da im derzeitigen Umfeld kaum mit sinkenden Zinsen zu rechnen ist.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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