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Nach Trumps Ankündigung von Strafzöllen gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland warten die Anleger nun gespannt auf seinen Auftritt beim anstehenden Weltwirtschaftsforum in Davos. Trumps Rede könnte weiteren Zündstoff im Streit mit der EU bergen. "Eskaliert der Zollstreit 2.0 und kommt es zu einem Handelskrieg? Im April 2025 konnte dieser infolge des Einknickens Brüssels verhindert werden. Doch diesmal könnte die EU angesichts der Grönland-Frage einen Handelskrieg in Kauf nehmen", kommentierte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG.
Aus Branchensicht verbuchten Bankenwerte und Aktien von Finanzdienstleistern am Mittwoch die größten Verluste. Mit weitem Abstand ganz oben in der Anlegergunst standen hingegen die Rohstofftitel. So verbuchten die Papiere der Bergbaukonzerne Rio Tinto, Glencore und BHP Group nach starken Produktionsberichten für das vierte Quartal Kursaufschläge zwischen 3,1 und 4,6 Prozent.
Unter den Einzelwerten standen die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Danone heftig unter Druck. Mit einem Rückgang um bis zu 12 Prozent auf 65 Euro landeten sie auf dem tiefsten Niveau seit rund einem Jahr. Dies war zugleich der stärkste Kursverfall seit 25 Jahren. Zudem reagierte die Bank of America auf das Rekordtief der Geburtenrate in China. Experte Antoine Prevot sprach von einer "Baby Dämmerung", kappte sein Kursziel für Danone und bestätigte sein negatives Anlagevotum. Er geht davon aus, dass das Babynahrungs-Geschäft in China zwischen 2026 und 2028 im Schnitt um 5 Prozent schrumpfen wird. Dieser Bereich stehe für 18 Prozent des operativen Gewinns des Danone-Konzerns, so Prevot.
Die Anteilsscheine von Burberry verteuerten sich um 2,6 Prozent nach einem positiv aufgenommenen Quartalsumsatz des britischen Luxusmodeherstellers. Analysten der Deutschen Bank sprachen von einer Erleichterung für die zuletzt gebeutelte Branche und verwiesen auf den sich erholenden Absatz der Briten im wichtigen chinesischen Markt.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON