Europas Leitbörsen am Vormittag mehrheitlich im Minus

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Stimmungskiller Straße von Hormuz
 © AFP, ATTA KENARE, Apa
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Die mehrheitlich negativen Vorgaben der Börsen aus Übersee dämpfen die Stimmung der Anleger am Dienstag. Die europäischen Börsen finden sich daher im roten Bereich. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 sank am Vormittag um 0,79 Prozent auf 6.479,75 Punkte. Der Frankfurter DAX gab um 0,57 Prozent auf 26.188,38 Einheiten nach. Außerhalb der Eurozonen lag in London der FTSE-100 unbewegt 10.723,87 Zähler.

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Wieder steigende Ölpreise tragen laut Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners ihr Übriges zur leicht angeschlagenen Stimmung bei, da sie die Inflationssorgen befeuerten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg erneut deutlich über 90 US-Dollar je Barrel. Die Aussicht auf eine baldige Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran haben sich weiter eingetrübt, nachdem ein Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormuz gemeldet wurde.

Unternehmensseitig ist es ruhig, nachdem die Berichtssaison so gut wie beendet ist. Die Aktien des Modeunternehmens Hugo Boss reagierten mit minus 0,7 Prozent kaum darauf, dass die Frasers Group ihren Anteil auf knapp unter 48 Prozent erhöhen konnte. Im Juni hatte der britische Sportartikelhersteller und Modeeinzelhändler den Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet, dessen offizielle Frist am 13. August ausgelaufen ist.

Safran verloren in Paris 1,97 Prozent auf 354,10 Euro. Die Privatbank Berenberg hat die Einstufung für Safran auf "Buy" mit einem Kursziel von 400 Euro belassen. Die durchschnittliche Dauer der Betriebsstunden von Flugzeugturbinen sei im Juli gestiegen, schrieb George McWhirter in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gelte das am stärksten für Motoren von Rolls Royce, gefolgt von denen von Safran und MTU. Rolls Royce bleibe sein Favorit in der Branche. Den stärksten Anstieg im Juli in Relation zum Vormonat habe einstweilen Safran aufgewiesen.

Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für den schweizerischen Aromastoffhersteller Givaudan mit einem Kursziel von 2.886 Franken auf "Underperform" belassen. Der Wettbewerber DSM-Firmenich stehe vor einer mehrjährigen Erholung des Geschäfts mit Duftstoffen, schrieb Victoria Nice am Montag. Das werde am Markt bisher unterschätzt. Mit Blick auf das jüngste überdurchschnittliche Wachstum sieht die Expertin hingegen Risiken. Die Wachstumstreiber der vergangenen Jahre könnten an Schwung verlieren. Givaudan gaben 0,50 Prozent auf 3.168 Franken ab.

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