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Gestützt wurden die Börsen zum Wochenschluss von der Aussicht auf eine Zinspause der US-Notenbank bei ihrer kommenden geldpolitischen Sitzung. Zudem hat sich auch der Ölpreis, der zuletzt noch Inflationsängste geschürt hatte, nur wenig bewegt.
Gut gesucht waren am Vormittag mit guten Börsenvorgaben aus Asien einige Technologiewerte. So stiegen SAP-Aktien in Frankfurt um über 5 Prozent. Treiber dafür ist die Branchenfantasie wegen eines Berichts der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Finanzinvestor Silver Lake derzeit über den milliardenschweren Kauf des US-Unternehmens Workday verhandeln soll.
Auch andere deutsche Branchenwerte wie Nemetschek oder Teamviewer zogen deutlich an. Analyst Balajee Tirupati von der Citigroup glaubt, dass das Interesse an einem großen Branchenkonzern die Bedenken mildert, die Anleger lange Zeit wegen einer möglichen Verdrängung klassischer Softwarelösungen durch KI-Angebote hatten.
Ebenfalls um mehr als 5 Prozent stiegen am Vormittag die Rheinmetall-Aktien. Die Branchenstimmung im Rüstungssektor bessert sich seit Mitte Juli schon und dies setzte sich am Freitag fort. Ganz frisch vermeldete Rheinmetall einen Großauftrag aus Dänemark für die Lieferung des Schiffsschutzsystems MASS. Der Auftragswert liegt den Angaben zufolge im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Unter Druck kamen hingegen die in London notierten Aktien großer Bergbaukonzerne. So waren die Aktien des Minenbetreibers Antofagasta mit einem Minus von 4,2 Prozent die größten Verlierer im FTSE. Die Titel hatten bereits am Vortag über 6 Prozent eingebüßt, nachdem der Bergbauriese den Ausblick für seine Produktion gesenkt hatte.
Impulse für die Börsen könnten am Nachmittag noch die anstehenden US-Einzelhandelsdaten liefern. Die Fußball-WM könnte hier zwar positiv gewirkt haben, gleichzeitig dürfte aber der Benzinpreisrückgang im Erhebungszeitraum die Umsätze belastet haben, erwarten die Analysten der Helaba. Im ebenfalls am Nachmittag anstehenden Index der Verbraucherstimmung dürfte hingegen der jüngste Benzinpreisanstieg negativ durchgeschlagen haben, so die Experten.
Aufmerksam verfolgt wird an den Märkten auch weiter die Entwicklung des Nahostkonflikts. Der Iran hat zuletzt Äußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die wichtige Handelsstraße von Hormuz hätten.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND