Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Minus

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Adyen mit Kursplus von 16,4 Prozent
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend tiefer geschlossen. Während der Euro-Stoxx-50 um 0,18 Prozent auf 6.545,47 Einheiten zulegte, gab der FTSE-100 angesichts einer Schwäche bei Rohstoffwerten und Öl-Aktien um 0,56 Prozent auf 10.772,67 Zähler nach. Der DAX fuhr indes einen kleinen Verlust von 0,12 Prozent auf 26.299,74 Punkte ein.

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Im Blick standen in der ersten Tageshälfte die gesunkenen Ölpreise sowie die relative Ruhe im Nahostkonflikt. Am Nachmittag veröffentlichte US-Erzeugerpreise konnten den Handel indes kaum beeinflussen. Die Erzeugerpreise haben sich im Juli schwächer als erwartet entwickelt. Die Teuerungsrate lag immer noch klar über der Zielmarke der US-Notenbank Fed von zwei Prozent.

Unter den europäischen Standardwerten ragten mit großem Abstand Adyen heraus. Der niederländische Zahlungsdienstleister hatte nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr und wegen Übernahmeeffekten die Umsatzprognose leicht erhöht. Nach Einschätzung des JPMorgan-Analysten Sandeep Deshpande waren die Zahlen für das zweite Quartal im Rahmen der Erwartungen bis etwas besser ausgefallen. Zudem habe Adyen angedeutet, OpenAI als Kunden gewonnen zu haben. Die Aktie gewann 16,4 Prozent.

Ebenfalls gefragt waren Aktien von Moller-Maersk. Die Reederei hatte sich nochmals höhere Ziele für das Gesamtjahr gesetzt. Nachdem die Prognose bereits im Mai und Juni angehoben worden war, legten die Dänen die Latte nun noch höher. Außerdem habe Moller-Maersk im zweiten Quartal sowohl bei Umsatz als auch beim operativen Gewinn (Ebitda) die Erwartungen übertroffen, stellten die Analysten von Bernstein fest. Die B-Titel stiegen um über neun Prozent. Auch die Papiere des Branchenkollegen Kühne + Nagel waren mit einem Plus von 3,1 Prozent gefragt.

Am Ende des Feldes lagen dagegen die Rohstoffwerte. Hier wurden die Inflationssorgen ausgepreist, die sich vor den US-Verbraucherpreisen aufgestaut hatten, aber nicht bestätigt worden waren. Rohstoffe gelten als Möglichkeit, sich gegen Inflationsrisiken abzusichern. Darüber hinaus sorgte ein gesenkter Produktions-Ausblick Antofagastas (Aktie mit minus 6,8 Prozent) für einen Rückgang in der Branche.

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