Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich nach US-Jobdaten

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Euro-Stoxx-50 verliert 0,19 Prozent
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Arbeitsmarktdaten aus den USA konnten keine nachhaltige Unterstützung liefern. Sowohl der Beschäftigungsaufbau als auch die Arbeitslosenquote fielen im Jänner günstiger aus als prognostiziert. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau für das Vorjahr kräftig nach unten revidiert.

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Der Euro-Stoxx-50 verlor letztlich 0,19 Prozent auf 6.035,64 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,53 Prozent schwächer bei 24.856,15 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 1,14 Prozent auf 10.472,11 Einheiten.

In den USA kamen im Jänner 130.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, und damit fast doppelt so viele wie erwartet. Die Arbeitslosenquote sank im Jänner überraschend auf 4,3 Prozent. "Gleichwohl liefert der Arbeitsmarktbericht für Jänner keine Vorlage für überschäumenden Optimismus," schrieb LBBW-Ökonom Dirk Chlench und verwies auf die umfangreichen Revisionen der Daten des vergangenen Jahres. Während der solide Jahresauftakt des Arbeitsmarkts gegen eine Zinssenkung vor dem Amtszeitende von Jerome Powell spreche, rechnet der Experte im weiteren Jahresverlauf mit einer Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt.

Unter den größten Verlieren fanden sich in Europa Technologiewerte wieder. Aktien von Dassault Systemes brachen um gut 20 Prozent ein. "Kein Silberstreif am Horizont", merkte Analyst Charles Brennan von der Bank Jefferies zu den Quartalszahlen des französischen Software-Entwicklers an. Die Wachstumsprognose des Unternehmens für das laufende Jahr stelle zudem die Frage, wie deutliche Veränderungen möglich werden sollen in Zeiten eines sich beschleunigenden Wandels.

Überzeugen konnte dagegen Ahold Delhaize. Der niederländische Supermarktbetreiber hatte der Konsumflaute in den USA getrotzt und im vierten Quartal überraschend viel verdient. Im größten Markt des Konzerns konnte Ahold die verkauften Mengen gegen den Branchentrend steigern. Der schwache Dollar bremste zwar, dennoch fielen die Ergebnisse spürbar besser aus, als von Experten erwartet worden war. Die Aktie legte um 11,6 Prozent zu.

Heineken zogen um 4,4 Prozent hoch. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem starken Zahlenwerk für 2025. Der Konzern kündigte zudem den Abbau von zahlreichen Stellen an.

Stärkster Sektor waren die Ölwerte. Die Zahlen von TotalenEnergies fanden ein positives Echo. Die Aktie legte um 2,7 Prozent zu.

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