Europas Leitbörsen schließen tiefer, Euro-Stoxx-50 -1,97 %

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Hohe Ölpreise und unklare Lage im Nahen Osten drücken auf Aktienkurse
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Die Aktienmärkte in Europa haben am Montag mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. Sie litten unter der nach wie vor angespannten Lage im Nahen Osten und damit einhergehenden erneut steigenden Ölpreisen.

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Im Iran-USA-Konflikt könnte es zu einer weiteren Eskalation kommen. Das US-Militär ist nach eigenen Angaben mit zwei Lenkwaffenzerstörern in den Persischen Golf eingefahren, um die iranische Blockade der Straße von Hormuz zu brechen. Zudem ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen.

Hinzu kam die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für die Autobranche in der EU auf 25 Prozent anzuheben, was vor allem Aktien dieser Branche belastete. In London blieb der Aktienmarkt feiertagsbedingt geschlossen.

Der Euro-Stoxx-50 büßte zum Sitzungsende starke 1,97 Prozent auf 5.764 Punkte ein. Der DAX verlor in Frankfurt 1,24 Prozent auf 23.991 Zähler.

Eine Branchenbetrachtung in Europa präsentierte den Bankensektor am stärksten unter Verkaufsdruck. Die Papiere von BBVA rasselten um 4,9 Prozent nach unten. Societe Generale verbilligten sich um vier Prozent.

Im Blick standen auch weiterhin die Übernahmeambitionen der UniCredit, deren Aktien um 2,4 Prozent nachgaben. Die Aktionäre von UniCredit haben der italienischen Großbank den Weg für das Übernahmeangebot für die Commerzbank freigemacht. Auf einer außerordentlichen virtuellen Hauptversammlung stimmten 99,55 Prozent des vertretenen Kapitals für die Ausgabe von bis zu 470 Millionen neuen Aktien. Die Papiere will UniCredit den Commerzbank-Aktionären im Tausch für ihre Aktien anbieten. Commerzbank-Titel verbilligten sich um 3,4 Prozent.

Unter den einzelnen Branchen zeigten sich auch die Versorger schwach, angeführt von der italienischen Enel, die 2,5 Prozent auf 9,674 Euro einbüßten. Analyst Rob Pulleyn von der US-Bank Morgan Stanley senkte sein Anlageurteil für die Aktie von "Equal-weight" auf "Underweight" und sein Kursziel von 9,50 auf 9,00 Euro.

Er bleibt für Versorger allgemein weiter positiv gestimmt. Eingriffe in den Strommarkt bewertet Pulleyn jedoch als größtes Risiko für die Branche in der Sommersaison, wenn die Gasspeicher wieder aufgefüllt werden. Das Risiko in Italien schätzt er als besonders hoch ein, weshalb auch Italgas um 2,1 Prozent nachgaben.

Unter den Autowerten gaben vor allem deutsche Aktien nach. BMW und Mercedes-Benz bremsten um starke 2,4 bzw. 3,4 Prozent. Bei VW gab es einen Kursverlust von 2,8 Prozent zu sehen.

Zu den Gewinnern des Tages gehören unterdessen einige Technologiewerte wie Teamviewer mit plus 5,7 Prozent, STMicro im CAC-40 mit 2,1 Prozent. Diese Werte reagierten positiv auf die jüngsten Quartalszahlen und Aussagen des iPhone-Herstellers Apple.

Die Aktien der Parfümeriekette Douglas rutschten nach Quartalszahlen und einer Prognosesenkung um fast acht Prozent ab.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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