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Der Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Plus von 1,35 Prozent bei 5.984,51 Punkten. Der deutsche DAX stieg um 1,27 Prozent auf 24.044,22 Zähler. Der britische FTSE-100 erhöhte sich lediglich um 0,25 Prozent auf 10.609,06 Punkte - ihn bremsten schwergewichtete Aktien aus der Öl- und der Tabakbranche.
Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormuz öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
Die Gewinne zogen sich an den Börsen durch fast alle Branchen, wobei zyklische Sektoren bevorzugt wurden. Klare Verluste gab es nur im Ölsektor. TotalEnergies und ENI gaben am unteren Euro-Stoxx-Ende um 2,9 respektive 2,2 Prozent nach.
LVMH schlossen einem schwächeren Verlauf nur marginal tiefer. Selbst wenn man die Belastungen durch die Krise im Nahen Osten in Rechnung stelle, sei das erste Quartal doch enttäuschend verlaufen, schrieb Adam Cochrane von der Deutschen Bank zu den gemeldeten Umsatzzahlen des Luxusgüterherstellers.
Aktien von Imperial Brands fielen um 4,8 Prozent, nachdem der Zigarettenhersteller vor einem schwachen zweiten Geschäftshalbjahr angesichts des Iran-Konflikts gewarnt hatte.
Nordex-Aktien verloren nach Vorlage von Auftragszahlen 0,9 Prozent. Der deutsche Windanlagenbauer hat im ersten Quartal weniger Aufträge eingeworben als im Vorjahr. So sank das Neugeschäft ohne Service auf knapp 1,9 Gigawatt, nach knapp 2,2 Gigawatt im Vorjahr.
Mehr überzeugen konnten dagegen zwei Schweizer Standardwerte. Aktien von Givaudan kletterten nach Umsatzzahlen zum ersten Quartal um 2,7 Prozent. Der Schweizer Duftstoff- und Aromenhersteller hatte beim organischen Wachstum die Markterwartungen übertroffen. Noch stärker waren Sika, die um fast acht Prozent anzogen. Das Bauchemieunternehmen hatte für das erste Quartal Umsatzzahlen vorgelegt, die trotz eines schwierigen Umfelds etwas besser als erwartet ausgefallen waren.
Stark gesucht waren in Frankfurt die Aktien von Heidelberg Druck und schossen um knapp 19 Prozent nach oben. Dass sich Brandenburgs Ministerpräsident am Standort Brandenburg an der Havel über den Einstieg ins Drohnenabwehrgeschäft informieren will, belebte die Rüstungsfantasie erneut.